Bedoeld is: antroposofie in de media. Maar ook: in de persbak van de wijngaard, met voeten getreden. Want antroposofie verwacht uitgewrongen te worden om tot haar werkelijke vrucht door te dringen. Deze weblog proeft de in de media verschijnende antroposofie op haar, veelal heerlijke, smaak, maar laat problemen en controverses niet onbesproken.

zaterdag 29 september 2012

Cadeau

Een cadeautje heeft AntroVista vandaag voor zijn bezoekers. En omdat ik er op 24 juni 2009 in ‘Johannesfeest’ ook al eens aandacht besteedde, mag het vandaag vast weer:
‘Ter gelegenheid van Michaëlsdag mogen we u vandaag maar liefst twee bijzondere cadeaus aanbieden:
– Een waardevol digitaal boekwerkje over Kaspar Hauser, speciaal voor u geschreven door Paul Heldens.
– De nieuwe versie van de Weekspreukenkalender, die nu ook werkt op de Mac en iPad.

Weekspreukenkalender versie 8
Sinds 2001 publiceert AntroVista de digitale weekspreukenkalender, een omzetting van Rudolf Steiners Seelenkalender voor de computer. Vandaag verschijnt versie 8. Deze kunt u direct gebruiken met uw internetbrowser; downloaden en installeren is niet meer nodig. Door er een favoriet (bookmark) van te maken, heeft u de kalender altijd bij de hand. De weekspreukenkalender werkt met alle soorten computers en browsers, ook met Mac en Linux. Behalve een Nederlands/Duitse, is er ook een volledig Duitse versie.

iPad en smartphone
Gebruikers van tablets (zoals de iPad) en van smartphones hebben een streepje voor. De weekspreukenkalender is namelijk een app, een web-app zelfs, zodat u hem zonder downloaden via de App Store direct kunt toevoegen aan uw beginscherm.
Meer over deze kalender’
Klikken we op de link, komt er deze interessante ontboezeming tevoorschijn, die ons een blik in de werkplaats gunt, met ‘Over de Nederlandse vertaling’
‘De vertaling van de weekspreuken is speciaal voor AntroVista gemaakt door Wilfried Nauta. Hij zegt zelf hierover:

“De weekspreuken werden al eerder vertaald, in 1978 door Doorlie Gerdes, in 1983 door Johan Theissen en in 1991 door Wijnand Mees. Die hebben goed werk verricht, maar de tijd vroeg om een nieuwe benadering. Omdat de spreuken een samenhangend, organisch geheel vormen, wilde ik de spreuken niet afzonderlijk, maar als een geheel vertalen. Dat bleek nog een hele opgave, want het betreft hier een indrukwekkend gróót geheel. daar moest ik me innerlijk lang op voorbereiden.

Op zekere nacht werd ik ‘zomaar’ wakker om 3 uur, met het heldere besef: ‘nu moet het’. Ik ben meteen uit bed gestapt en heb tot 11 uur ’s avonds onafgebroken aan de vertaling gewerkt, toen was het klaar. Op enkele kleine correcties na is er daarna niets meer aan veranderd. Ik hoop dat door deze werkwijze de kracht en het geheel der spreuken ook in de vertaling beleefbaar is.”’
En ook Paul Heldens is hier in het verleden wel eens ter sprake gekomen. Daarom meld ik graag ook het cadeau ‘Kaspar Hauser 1812-2012’:
‘Dit jaar 2012 is het 200 jaar geleden dat de Neurenbergse vondeling Kaspar Hauser (1812-1833) werd geboren. het is ook het jaar waarin het Duitse vorstenhuis Baden haar 900-jarig bestaan viert. Paul Heldens stelde naar aanleiding van deze jubilea een 70-pagina’s tellend document over Kaspar Hauser samen, dat u hieronder als PDF kunt downloaden: Kaspar Hauser, kind van Europa.
NB. Het bestand heeft een omvang van ruim 10 MB.’
Door Annelies Rhebergen werd ik geattendeerd op deze ‘Michaëlssymfonie’ van Marc van Delft, op 31 maart 2010 uitgevoerd in het Italiaanse Lliria. Toepasselijker kan het niet vandaag. Het gaat om opus 45 uit 1994, dit is deel 1, geplaatst op 1 april 2010, 384 keer bekeken (dat is niet veel; misschien worden het er straks wel veel meer). YouTube kan blijkbaar niet langer dan een kwartier aan, of het was het filmpje dat het niet langer volhield dan 14.45 minuten. Dan stopt het abrupt. Verderop zal ik ook deel 2 plaatsen.


Nog meer kunst, in de vorm van literatuur en poëzie, vind ik op de weblog van Jelle van der Meulen. Hij heeft de afgelopen tijd een paar heel mooie bijdragen geschreven, waarin veel verborgen zit – of juist openbaar wordt. Ik begin maar gewoon met de meest recente, van 16 september, ‘Das Gespenst des Geldes braucht einen Eigennamen’:
‘Weitaus die meisten finanziellen Transaktionen, die weltweit jeden Tag stattfinden, beziehen sich nicht auf Produkte oder Leistungen, sondern auf Geld. Es geht dabei ums Zocken, Pokern, auch Spekulieren genannt, wobei positive oder negative Prognosen (Erwartungen, Hoffnungen) eine entscheidende Rolle spielen. Die Vermehrung des Geldes ist somit weitgehend im Geld selber begründet und kann nicht auf (Handlungen von) Menschen zurückgeführt werden.

Das Geld hat eine eigenständige Bedeutung gekriegt, ist nicht mehr nur noch Vermittler, sondern selbst Akteur geworden, vergleichbar mit dem Wetter. Was einmal eine Erscheinung kultureller Art war, eine menschliche Schöpfung also, ist ein Gespenst geworden, das wie der Golem im sozialen Leben herum geistert und eigenwillig handelt.

Das Geld-als-Gespenst ist der Elefant im Raum, der zurzeit von allen Erdenbürgern gespürt, trotzdem aber gar nicht (oder kaum) benannt und schon gar nicht erkannt wird. Es ist bemerkenswert, dass dieses Gespenst es schafft in allen Debatten über die Finanzkrise fast unsichtbar zu bleiben – seine Tarnkappe besteht aus den Ängsten der Bürger und funktioniert einwandfrei. Und so ist es auch: Die Gründe von Ängsten, belässt man lieber im Dunkeln.

Das Geld ist dem Geld überlassen. Aus esoterischer Sicht bedeutet dies, dass ein geistiges Vakuum entstanden ist – und weil es in der geistigen Welt so etwas wie “leere Orte” nicht geben kann, ziehen Wesenheiten in dieses Vakuum ein und spekulieren mit den Ängsten der Menschen. Gespenster sind manchmal mächtige Hoheiten, die allerdings wohl eine Schwäche haben: Sie sind von den unbewussten Gefühlen der Menschen abhängig.

Das Gespenst hat ein Gesicht, das sich nicht fotografieren lässt, eine Stimme, die sich nicht auf Band aufnehmen lässt. Sein Wesen ist nicht lokalisierbar, befindet sich nicht in Manhattan, London, Frankfurt oder Tokio, ist aber rund um die Uhr weltweit aktiv und wird höchstens von ein paar vagen Begriffen angedeutet wie “Globalisierung”, “Kapitalismus” oder “Gier”. Institutionen, die mit dem Schicksal der unsichtbaren und ungreifbaren Hoheit verbunden sind, werden “systemrelevant” genannt.

Könnten wir dem Gespenst einen Eigennamen geben? Ein Gesicht? Oder eben eine Biographie? Vielleicht könnte es zu einem Gespräch eingeladen werden, es müsste doch etwas zu erzählen haben? Irgendwie könnte es doch sein, dass in diesem Gespenst eine Not lebt, die es dazu getrieben hat, sich in ein verlassenes Loch hinein zu begeben... Was “wirret” dem Gespenst?’
Op 9 september schreef Jelle van der Meulen ‘Vier Monate alt. Über meine Tochter und ein Baumelding’:
‘Meine Tochter sitzt auf meinem Arm und schaut mich an. In ihren Augen sehe ich erst ein Lächeln, ich könnte nicht sagen, was es bedeutet – sie freut sich offenbar über irgendetwas. Dann wird sie wieder ernst, sehr ernst, sie schaut auf meinen Pullover, auf den Reißverschluss an meinem Hals. Dort hängt ein kleines Ding, womit der Verschluss auf und zu gemacht werden kann. Es ist aus grauem Metall, zwei Zentimeter lang, baumelt den ganzen Tag auf meiner Brust nutzlos vor sich hin, unbeachtet...

Aber gerade jetzt wird das Ding aufmerksam wahrgenommen von meiner kleinen Tochter, sie meint irgendwie, es wäre das Zentrum der Welt, alles andere um sie herum verschwindet, auch ich, der doch der stolze Träger des Dinges (und meiner Tochter) ist. Ihre Aufmerksamkeit ist ungeteilt, richtet sich auf das Eine, das im Moment zählt, das Ding (das den ganzen Tag nutzlos hin und her baumelt).

Dann bewegt sie ihren rechten Arm, versucht ihre rechte Hand in die Richtung des Dinges zu kriegen; sie weiß, dass es möglich ist, das Ding zu berühren, eben zu ergreifen, sie weiß jedoch nicht, wie das genau geht, sie versucht es und versucht es... Ein leichtes Zittern zieht erst in ihren Arm, dann in ihren ganzen Körper, eben ihr Köpfchen zittert mit. Ihr Blick bleibt nichtsdestotrotz fest auf das Ding gerichtet, sie ist bereits mit dem Ding verbunden und lässt nicht los.

Ich lasse sie, helfe nicht, was ich leicht tun könnte – ich könnte sie zum Beispiel ein bisschen nach vorne lehnen, sie dem Gegenstand näher bringen, den Abgrund zwischen ihrem Händchen und dem grauen Baumelding kleiner machen. Ihr Arm ist lang genug, sie könnte es schaffen. Und sie will es schaffen, ihre Augen verraten einen Ernst und eine Entschiedenheit, die mit so etwas Unwesentlichem wie Hilfe nicht rechnet.

Das Zittern, so scheint es mir, entsteht dadurch, dass ein Wollen vorhanden ist, das seinen Weg bis in die präzisen physischen Verhältnisse noch nicht gefunden hat. Mit einem kräftigen Maß an Willenskraft sucht meine Tochter die Berührung mit dem grauen Ding, die Kräfte fließen und schießen in alle Richtungen: in ihren Kopf, ihre Arme, ihre Beine. Ihr ganzer Körper ist dabei.

Ich schaue und staune. Und für ein paar Minuten bin ich ganz bei meiner Tochter, genauso wie sie bei dem Baumelding ist. Ich tue allerdings gerade kaum etwas, halte meinen Körper eher regungslos, will nichts greifen, nichts bewegen, nur meine Tochter auf meinen Armen tragen und zuschauen. Und doch gibt es irgendwo in mir auch ein Zittern, ganz leicht, ganz still, vielleicht vergleichbar mit dem Zucken der Haut eines gerade geborenen Eselchens. Auch das Staunen hat etwas Zittriges...

Als sie das Ding endlich mit ihrem Händchen ergriffen hat, scheint eigentlich gar nichts erreicht worden zu sein. Meine Tochter ist eher verwirrt, hält das Ding zwischen ihren Fingern und schaut um sich herum. Sie weiß nicht, wie es wieder loszulassen wäre, weiß nicht einmal, dass es so etwas wie loslassen überhaupt gibt. Sie fängt ein bisschen an zu quengeln, macht “uh” und “brr” und “möh”, sitzt auf meinem Arm, für ewig verbunden mit dem kleinen Baumelding.

Vorsichtig öffne ich ihr Fäustchen, sie merkt es nicht einmal. Als aber das Ding wieder frei und nutzlos auf meiner Brust hin und her baumelt, fängt meine Tochter von vorne an. Sie wird ganz ernst, schaut auf den Gegenstand, so, als ob sie ihn zum ersten Mal sieht, so, als ob er auf einmal ganz neu in der Welt erschienen wäre, versucht ihn zu ergreifen... Und arbeitet sich zitternd durch, bis sie aufs Neue ewig mit ihm verbunden zu sein scheint...’
‘Unsere Geschichte ist weder verbürgt noch bewiesen, trotzdem wichtig geworden, wie eine rührende Erzählung, die mehr aussagt als manche harten Tatsachen des Lebens. Sie ist unüberschaubar lang, ich könnte nicht sagen, wo ihr Anfang liegt, und auch ein klares Ende hat sie nicht, wird sie wahrscheinlich nie haben, weil das Erfinden von neuen Bedeutungen ihre Aufgabe ist.

Sie hört unterwegs manchmal auf, wird unterbrochen und zögert in dunklen Ecken, tritt unerwartet wieder ans Tageslicht, und entfaltet lebendige Bilder aus einer Vergangenheit, die offenbar höchst aktuell sind. Mit diesen Bildern sind wir manchmal alleine, wir schauen einander in die Augen und staunen.

Sie besteht aus Fragmenten, losen Absätzen, Skizzen und Entwürfen, ihre Eckdaten befinden sich in großen zeitlichen Rahmen, ja, in Epochen die Fenster sind, die nichts einschränken oder festlegen, sondern den Blick frei machen für Weites und Breites, für Schmales und Enges. Richtige Worte für die Fenster gibt es eigentlich nicht, in der geschriebenen Geschichte heißen sie holprig das alte Persien & die Antike & das Reich der Wikinger & die Renaissance & das Dritte Reich.

Wir sind von der langen Geschichte umschlungen, wie die Fische vom Rheinwasser, werden von ihr getragen, weiter geführt, doch manchmal wenden wir uns auf einmal um, gerade wenn wir Ursprünge suchen, und schwimmen freudig gegen den Strom, werden am Widerstand wach, fühlen uns wie ganz kleine Kinder, im Leben strampelnd, sprachlos auch... Sich nur mitführen zu lassen, bedeutet zu sterben (was eine schöne Angelegenheit ist); sich zu wenden, bedeutet geboren zu werden (was vielleicht noch schöner ist).

Unsere Geschichte ist eine Geschichte, hat also eine bewegliche Architektur, kann sich von sich selber höflich und liebevoll distanzieren, beleuchtet sich selber ständig aus anderen Richtungen, richtet Epochen immer wieder neu ein, schmeißt dabei nichts weg, verliert nichts, findet höchstens neue Arten und Weisen des Präsentierens, des Darstellens, des Verstehens. Zu unserer Geschichte haben wir eine Beziehung.

Die Geschichte selber hat eine Geschichte, mit vielen Schichten, an dieser Stelle wird die Geschichte verrückt, undurchdrinlich. Wie wäre eine Geschichte zu benennen, die sich mit sich selber beschäftigt? Nein, eine Meta-Geschichte wollen wir sie nicht nennen, mit Meta sind wir längst fertig, Meta ist in der Geschichte-als-Geschichte bereits lange angekommen, integriert, herzlich aufgenommen, Organ des Verstehen geworden.

Es gibt nur eine Geschichte, sie umfasst die Geschichte der Geschichte, trägt sie wie einen kostbaren Schatz mit. Vielleicht ist sie die wahre Liebesgeschichte?’
De tekst van 9 juli is speciaal interessant voor Nederlanders, getiteld ‘Die Krise in Europa. Über Abgründe’:
‘Bereits in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts fasste der holländische Anthroposoph Willem Zeylmans van Emmichoven die schwierige Frage ins Auge: Wie ist mit den Verschiedenheiten der europäischen Völker umzugehen? Er nahm sich damals vor, eine Psychologie der Völker zu entwickeln und wollte dafür in Den Haag ein Institut gründen. Damit scheiterte er allerdings; er fand zu wenig Leute, die sein Anliegen verstanden.

Zeylmans van Emmichoven wollte in der Gesellschaft ein Gespür dafür wecken, dass die Verschiedenheiten zwischen den europäischen Völkern nicht nur durch die jeweiligen geschichtlichen Eigenheiten und Ereignisse verständlich sind, sondern vor allem auf jeweils berechtigten Perspektiven und Lebenshaltungen beruhen. Sein Freund Herbert Hahn beschrieb übrigens in seinem Buch “Vom Genius Europas” – ein Klassiker der anthroposophischen Literatur – mit viel Humor die Verhaltensweisen von zwölf der europäischen Völker.

Nun, im Moment sieht es mit dem Verständnis für die Verschiedenheit in Europa leider nicht gut aus. Die Griechen nennt man “faul”, die Spanier “leichtsinnig”, die Italiener “unzuverlässig”, die Franzosen “stolz”, die Deutschen “engstirnig”, die Holländer “kaufmännisch” – was “geizig” bedeutet – die Ungarn “gedankenlos” – womit “dumm”, gemeint ist – und die Belgier “verpennt”. Nur die Schweden, die Norweger und die Finnen scheinen offiziell keine Schatten zu haben, na ja, ein bisschen selbstherrlich und in sich selbst versunken sind sie wohl schon...

Man könnte an dieser Stelle natürlich sagen, dass sich die europäischen Schatten eklatant voneinander unterscheiden. Jedoch sind alle gegenseitigen Vorurteile auf eine bestimmte Frage zurückzuführen, die vor allem in Ländern wie Deutschland, Finnland und den Niederlanden gestellt wird, nämlich: Wie tüchtig wird in den jeweiligen Ländern gespart? Der Umgang mit Geld ist in der Debatte der springende Punkt geworden.

Die Bedeutung des Geldes zu relativieren, ist vergebens. In der politischen Debatte liegt ein Tabu auf der “Anthropologisierung” der Frage des Geldes, es beruht auf der Tatsache, dass weltweit die Globalisierung als eine rein wirtschaftliche Angelegenheit quasi ohne menschliche Vorlieben, Gepflogenheiten oder Schwächen verstanden wird. Wirtschaft müsste-sollte-dürfte mit den Eigenheiten der Völker nichts zu tun haben, es gibt nur eine Art und Weise wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Die Volkswirtschaften, die relativ viel Geld verdienen, meinen in der Debatte automatisch Recht zu haben.

Mit der Biographie von Europa wird es natürlich irgendwie weiter gehen, allerdings erst dann, wenn die Abgründe in der aktuellen Krise erst recht sichtbar geworden sind. Die Bemühungen Merkels und Schäubles zielen darauf hin, die Fahrt in den Abgrund zu verhindern, was nicht gelingen wird. Uns stehen noch spannende Zeiten bevor, und die Entscheidungen werden nicht in Brüssel, Paris und Berlin, sondern in den Leben der einzelnen europäischen Bürger getroffen. Sogar die Hoffnung, dass die Krise den Einzelnen nicht erreichen wird, ist abgründig.’
Ik luid dit weer uit met het tweede deel van de Michaëlssymfonie van Marc van Delft, ook 14.45 minuten (waarvan de helft met applaus wordt gevuld; dit ook slechts 327 keer bekeken; hé, dat is ook toevallig: dat is de code van de beroemdste Nederlandse geheim agent, alleen is dat een heel ander verhaal).


Ik moet nodig eens terugkomen op mijn bericht ‘Kietelen’ op 27 augustus, dat immers over een conferentie gaat die momenteel in Keulen plaatsvindt. Wat toen kietelend te berde is gebracht, werd op 17 september door Michael Mentzel bij ‘Themen der Zeit’ genuanceerd, in ‘Thema Anthroposophie. ZeitzeichenZwölf’:
‘ZeitzeichenZwölf – Identität der Anthroposophischen Gesellschaft. Ein Kongress zum hundertjährigen Bestehen der Anthroposophischen Gesellschaft vom 28. bis 30. September 2012.

100 Jahre nach der Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft in Köln wollen die Initiatoren gemeinsam mit den Teilnehmern der weltweiten Tagung den Motiven nachgehen, die Rudolf Steiner durch die verschiedenen Phasen der anthroposophischen Gesellschaftsbegründung durchgetragen hat. Es darf angenommen werden, dass der Kongress schon hinsichtlich der regen Beteiligung – es werden über 300 Dauerteilnehmende, zu “Spitzenzeiten” deutlich mehr sein – einen interessanten und spannenden Verlauf nimmt. Veranstaltet wird diese Tagung von der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland. Initiativträger ist das “Zweigwerk, eine Bewegung innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft”.

Besser? Schlechter? Anders.

Es ist keine Frage, dass sich die Lebensbedingungen sowohl der Bewegung wie auch der Anthroposophischen Gesellschaft in den vergangenen 100 Jahren gravierend verändert haben. Es kann deshalb nicht falsch sein, sich die aus den damaligen Impulsen entstandenen Formen des anthroposophischen Lebens noch einmal zu vergegenwärtigen. Wie sieht es heute aus mit dem Selbstverständnis der Gesellschaft? Stimmen die bis heute gepflegten Formen des anthroposophischen Lebens, wie Zweige oder Vorträge noch mit unserem heutigen Verständnis von einem esoterischen Leben oder einem zeitgemäßen Umgang mit der Frage nach Erkenntnis überein? Und es ist durchaus nicht zu verhehlen, dass es gerade im Hinblick auf das Verständnis der Gründungsintentionen Rudolf Steiners divergierende Auffassungen sowohl in der anthroposophischen Bewegung, als auch in der Gesellschaft gibt.

Michael Eggert hatte in einem Blogbeitrag zum Thema “ZeitzeichenZwölf” im Hinblick auf das Tagungsprogramms die Befürchtung geäußert, es könne sich um “geistiges Kuscheln” handeln. Es klänge “nach der üblichen Selbstzelebrierung der Anthroposophischen Szene”. Erfreulicherweise hatte er diese Aussage in einem anschließenden Kommentar zurückgenommen, weil er erfahren hätte, “dass es ganz freie Arbeitsformen, ausgehend von Zweigen und deren Anliegen, gibt. (...) Insofern muss ich meine Kritik stark relativieren. Ich denke, dass das der Ansatz ist: Methodisch offene Arbeitsformen, die den Menschen Gelegenheit geben, sich zu begegnen und auszutauschen, Anliegen zu vermitteln, usw.”

In der Tat ist es eine der Intentionen der Veranstalter, dass die TeilnehmerInnen freie Arbeitsgruppen und -formen entwickeln mögen: Dazu werde – so heißt es in der Einladung – die Möglichkeit geschaffen, “Seminarräume für Referat, künstlerischen Kurs, Gesprächsraum oder ungeahnte weitere Gestaltungen selbst zu nutzen. Im “Zweigleben weltweit” mögen Zweige an allen drei Tagen freie Initiative ergreifen, von ihrem Leben und Arbeiten mitteilen und uns allen einen neuen Anstoß für die nächsten 100 Jahre geben...”

ZeitzeichenZwölf.

Der Titel des Kongresses kann darauf hinweisen, dass die Zeit reif ist zu einer Neubetrachtung der Gepflogenheiten innerhalb der gesamten anthroposophischen Bewegung und insbesondere auch der Gesellschaft. Dazu gehört sicher auch die Frage danach, ob sich die Formen in der Gesellschaft den veränderten Bedingungen “anpassen” müssen, um Raum zu schaffen für einen freieren und individuelleren Umgang mit aktuellen Problemen, aber auch – und hierauf weist Eggert zu Recht noch einmal hin – dass ein “michaelisches Thema etwas wäre, was den Finger in die Wunde legt – z.B. die sehr starke Differenz zwischen postuliertem Anspruch und den Realitäten im sozialen Umgang, in den Arbeitsverhältnissen. Da geht es derartig schief – ich denke, das müsste man aufarbeiten und betrachten. Und natürlich auch die aktuellen Strömungen, Konflikte und Gefahren innerhalb der AAG. Wie stellt man sich dazu?”

100 Jahre nach der Gründung der Gesellschaft in Köln – die auf die Initiative von Mathilde Scholl zurückgeht, worauf Virginia Sease in der aktuellen Ausgabe der Wochenschrift “das Goetheanum” in einem kleinen Beitrag und einer expliziten Einladung zu diesem Kongress noch einmal Bezug nimmt, ist es aber auch die Frage nach den karmischen Zusammenhängen, die sich die Mitglieder der Anthropsophischen Gesellschaft immer wieder stellen mögen und, wie Virginia Sease es ausdrückt: “Wir mögen diese Feier nicht nur historisch betrachten, was eindrucksvoll genug ist, sondern auch als eine Tat, die für unser eigenes Schicksal in diesem Leben ausschlaggebend wirkt, da wir dadurch nicht nur die Anthroposophie finden konnten, sondern auch unsere vielen Schicksalsgenossen.”

ZeitzeichenZwölf. Ein Kongress zum einhundertjährigen Bestehen der Anthroposophischen Gesellschaft in Köln.’
Dan moet ik ‘unbedingt’ (absoluut) nog een nieuwe website voorstellen. Op 21 april kon ik in ‘Feedback’ een nieuwe website van de ‘Sektion für Sozialwissenschaften’ van de ‘Freie Hochschule für Geisteswissenschaft’ aan het Goetheanum in Dornach, Zwitserland, introduceren. Nu is daar eentje bijgekomen, in dezelfde innovatieve sfeer, zoals Ambra Sedlmayr eergisteren op Anthromedia.net meldde, waarbij meteen ook een aantal conferenties worden aangekondigd:
‘Die Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum hat eine neue Website fertig gestellt – Intensivwoche 2013: Zukunft gestalten

Alle unsere Neuigkeiten werden dort baldmöglichst eingepflegt und international relevante Informationen stehen jetzt auch auf Englisch, Französisch und Spanisch zur Verfügung, in dem Bemühen Menschen aus anderen Sprachregionen den Zugang zur Information über unsere Arbeit und unsere Angebote zu erleichtern.
www.sektion-landwirtschaft.org

Internationale biologisch-dynamische Weinbautagung
Colmar (F) 16. bis 18. November 2012
Die Rebe ist eine Pflanze, die die Menschen seit Urzeiten begleitet. Heute ist sie bedroht.  Viele Krankheiten und ein Verlust an Biodiversität der Rebsorten stellen dringende Probleme dar. Auch verschlechtert sich der Boden in den Weinbergen und die Artenvielfalt der Weinberglandschaften verarmt. Auf der Suche nach Lösungen interessieren sich immer mehr Winzer für den biodynamischen Weinbau. Mehr...

Wissen und Werkzeuge für VerantwortungsträgerInnen der biodynamischen Bewegung
Dornach, 13.-18. Januar 2013
In der Intensivwoche arbeiten wir mit dem Werkzeuge des U-Prozesses von Claus Otto Scharmer, um die innere Struktur von Hof- und Betriebsorganismen erleben und erkennen zu lernen und auf diesem Weg zu erfahren, wie Zukunftsfähigkeit entwickelt werden kann. Mehr...

Allianzen für unsere Erde
Dornach, 6.-9. Februar 2013
Nach der Aufbruchtagung 2011 und der Vertiefungstagung 2012 soll jetzt im Jahresthema und in der daraus hervorgehenden Tagung 2013 der dritte Schritt folgen: Ein aktives Einbringen unseres spezifisch biodynamischen Impulses in die aktuelle und globale Zeitverantwortung soll ermutigt und gelernt werden, durch persönliche Kontakte, regionale Partnerschaften und globale Netzwerke. Was ist meine und unsere Aufgabe für den Planeten Erde? Mehr...
Wat ik u ook niet onthouden wil, is deze nieuwsbrief van het Verlag am Goetheanum, waarin enkele interessante boeken worden aangekondigd, de meeste al te vinden op de website van deze uitgeverij onder ‘Neu’:
‘Liebe Leserinnen und Leser, liebe Kolleginnen und Kollegen im Buchhandel,
wir freuen uns, Ihnen wiederum sieben Neuerscheinungen – drei der Titel sind Neuauflagen bewährter Bücher – vorstellen zu dürfen.

Der erste Titel ist eine außergewöhnliche Biographie der schwedischen Sängerin Valborg Werbeck-Svärdström: «Des Herzens Weltenschlag». Die Finnin Maija Pietikäinen hat zu diesem Thema promoviert und anschließend an ihre Dissertation eine bezaubernde Biographie geschrieben, die neben der erstaunlichen Opernkarriere an den bekanntesten Bühnen Europas auch Werbecks Initiativen im Rahmen der Hamburger Anthroposophischen Gesellschaft, den Aufbau ihrer «Schule der Stimmenthüllung» und ihre gesangstherapeutische Arbeit fundiert darstellt. Es freut uns außerordentlich, dass wir mit diesem Band die Reihe der Pioniere der Anthroposophie um den 23. Band erweitern. Wir hoffen, dass bis Ende des Jahres eine weitere Biographie über die Eurythmistin Helene Reisinger von Angela Locher erscheinen kann.

Eine neue Sparte unserer Verlagstätigkeit wird durch die Veröffentlichung von drei Dissertationen aus dem Bereich Heilpädagogik und Sozialtherapie eröffnet. Die drei Bände erscheinen nächste Woche in der Reihe: «Edition Anthropos – Heilpädagogik und Sozialtherapie aus anthroposophischen Perspektiven» und sind ein Kooperationsprojekt mit dem Athena-Verlag in Oberhausen, einem renommierten akademischen Verlag in Deutschland. Wir freuen uns, dass wir mit dieser Kooperation unser Profil als Hochschulverlag in die akademischen Zusammenhänge hinein erweitern können und es somit auch möglich wird, den anthroposophisch-akademischen Dialog anzuregen und zu befördern. Die näheren Beschreibungen und Titel entnehmen Sie gerne den Buchtexten.

Nach weiterführenden Forschungen hat Johannes Kiersch seine erstmals 2005 erschienene Studie zur Geschichte der Ersten Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft nun in einer um rund 100 Seiten erweiterten Form mit neuen Dokumenten unter dem Titel: «Steiners individualisierte Esoterik einst und jetzt. Zur Entwicklung der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft» neu herausgegeben.

Peter Selgs auch bereits in zweiter überarbeiteter Auflage erscheinende Büchlein «Eine grandiose Metamophose» zu zentralen Darstellungen Rudolf Steiners über Jugendpädagogik und ihre Bedingungen sowie eine Studie über Rudolf Steiners Soziales Hauptgesetz, «Die Arbeit des Einzelnen und der Geist der Gemeinschaft», mit erstaunlichen Perspektiven über die Zukunft der menschlichen Arbeit, konnten auch neu aufgelegt werden.

Wir wünschen Ihnen für die Michaelizeit stärkende Leseerlebnisse!

Mit herzlichen Grüßen aus Dornach,
Christiane Haid, Sven Baumann und Max Savin


Maija Pietikäinen
Des Herzens Weltenschlag
Biographie von Valborg Werbeck-Svärdström

Valborg Werbeck-Svärdström (1879-1972) war eine überall in Europa gefeierte Sängerin, die einst als schönster skandinavischer Sopran ihrer Zeit und eine zweite Jenny Lind bezeichnet wurde. Ihre Begegnung mit Rudolf Steiner vor 100 Jahren war der Anfang einer Zusammenarbeit, die zwei Jahrsiebte einer wechselnden Dynamik und Agogik dauerte und das Präludium des geistigen Impulses auf dem Felde des Gesanges erklingen ließ. In der Aufbruchstimmung der Jahrhundertwende wirkte sie als Mitgestalterin des modernen schwedischen Kulturlebens mit, und in ihrer Wahlheimat Hamburg wurde sie eine aktive Mitarbeiterin der Anthroposophie mit einem tragischen Schlussakt. Als Kulturerneuerin baute sie ihre neue Gesangsschule auf. In den Jahren der politischen Verfinsterung und Bedrohung schrieb sie ihr zukunftsweisendes Buch «Die Schule der Stimmenthüllung» und solidarisierte sich in der Nachkriegszeit mit Zeitschicksalen ihrer Mitmenschen, indem sie als Gesangstherapeutin tätig wurde, wofür sie die Grundlagen zusammen mit u.a. Ita Wegman und Eugen Kolisko entwickelte. Inmitten des destruktiven Zeitgeschehens und der dekadenten Kulturströmungen wirkte sie als eine leuchtende, imponierende Zeitgenossin des 20. Jahrhunderts und gehört zu den wichtigen Pionierinnen des anthroposophischen Kunstimpulses.

424 S., Gb., m. Abb., Fr. 54 | EUR 42 | ISBN 978-3-7235-1430-6


Jan Christopher Göschel
Der biografische Mythos als pädagogisches Leitbild
Transdisziplinäre Förderplanung auf Grundlage der Kinderkonferenz in der anthroposophischen Heilpädagogik

Als Antwort auf den zweckrationalen Instrumentalismus einer positivistischen Behindertenpädagogik entwickelt der Autor aus den transdisziplinären Anlagen der anthroposophischen Heilpädagogik einen Förderplanungsansatz, der das Leitmotiv der individuellen Biografie als integrales Prinzip der kindlichen Lebenswelt erschließt. Dieser «biografische Mythos» wird als Leitbild für ein pädagogisches und therapeutisches Handeln gesetzt, das der Integrität der sich entwickelnden Biografie verpflichtet ist. Dies geschieht in einem sozial-künstlerischen dialogischen Prozess, der in der gelebten Begegnung der Teilnehmer mit dem Kind verankert ist und den wesentlichen biografischen Themen und Motiven in einem bildhaft-narrativen «Motivbild» einen intersubjektiv nachvollziehbaren Ausdruck gibt. Unter Einbezug von Elementen der Phänomenologie, der Hermeneutik, der Erzähl- und Bildtheorie sowie der kontemplativen Geisteswissenschaft schafft der Autor eine erkenntnistheoretische und methodologische Grundlage, sowie einen Leitfaden zur praktischen Gestaltung transdisziplinärer Förderplanungsprozesse in heil- und behindertenpädagogischen Arbeitszusammenhängen..

372 S., Kt., mit zahlr. Abb., Fr. 49 | EUR 36 | ISBN 978-3-7235-1460-3


Andreas Fischer
Zur Qualität der Beziehungsdienstleistung in Institutionen für Menschen mit Behinderungen

Eine empirische Studie im Zusammenhang mit dem QM-Verfahren «Wege zur Qualität»
Heilpädagogik und Sozialtherapie gründen in ihrem Kern immer auf Beziehungen zwischen zwei Menschen. Diese Beziehungen beinhalten die Gefahr der Einseitigkeit, denn die Voraussetzungen der Beteiligten sind unterschiedlich: Der eine benötigt Hilfe und Unterstützung in der praktischen Lebensbewältigung, der andere versucht, ihm diese Unterstützung und Hilfe zu geben. Der Autor untersucht die Frage nach einer adäquaten und dialogischen Beziehungsgestaltung, die den Menschen mit Unterstützungsbedarf größtmögliche Selbstbestimmung und Autonomie ermöglicht. Bezugspunkt ist dabei das anthroposophisch orientierte Menschen- und Weltverständnis. Gleichzeitig wird anhand einer umfangreichen Befragung von Fachpersonen und Organisationen für Heilpädagogik und Sozialtherapie aufgezeigt, dass das Qualitätsmanagementverfahren «Wege zur Qualität», Reflexions- und Gestaltungshilfen bietet, die Beziehungsarbeit so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen der Menschen mit Unterstützungsbedarf Rechnung trägt und gleichzeitig den Anliegen anthroposophischer Heilpädagogik und Sozialtherapie entspricht.

288 S., Kt., Fr. 43 | EUR 32 | ISBN 978-3-7235-1459-7


Pim Blomaard
Beziehungsgestaltung in der Begleitung von Menschen mit Behinderungen
Aspekte zur Berufsethik der Heilpädagogik und Sozialtherapie

Im Kern der professionellen Arbeit mit geistig behinderten Menschen liegt die gezielte Gestaltung der Beziehung. Wenn der Begleiter diese Beziehung aus dem Bewusstsein der Gleichwertigkeit gestaltet und mit der Intention, dem Anderen bei seiner Selbstverwirklichung zu helfen, können Bedeutung und Perspektive im Leben entdeckt und empfunden werden. Dazu braucht der Begleiter nicht nur professionelle Fähigkeiten, sondern auch persönliche Eigenschafen, ohne die eine solche Beziehungsgestaltung nicht gelingen kann. Pim Blomaard geht unter Verwendung von Literatur zu ethischen Fragen und anhand praktischer Beispiele der Frage nach, welche moralischen Kompetenzen der Begleiter braucht, damit er in eine asymmetrische Beziehung in eine symmetrische verwandeln kann. Dabei sind eine Reihe von Gesichtspunkten zu bedenken: Das Selbstverhältnis des Betreuers, Berufshaltungen und Beruftugenden, Geistesgegenwert als leitende Intention, die Dynamik des Selbstmanagements und das intuitionsgetragene Handeln in der gegebenen Situation. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur berufsethischen Begründung der professionellen Begleitung.

348 S., Kt., mit zahlr. Abb., Fr. 46 | EUR 34 | ISBN 978-3-7235-1461-0


Johannes Kiersch
Steiners individualisierte Esoterik einst und jetzt
Zur Entwicklung der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft

Mit dieser erweiterten Neuauflage seiner materialreichen Studie von 2005 zeigt Johannes Kiersch genauer, wie Steiner sich nur für wenige Jahre in die Tradition der Blavatsky-Theosophie hineinbegab, wie er dann ab 1906 die Ethik seiner Freiheitsphilosophie wieder aufgriff und damit die neu begründete Esoterik der Anthroposophie individualisierte. Auf Eigenverantwortung und Selbstentfaltung kam es ihm an. Kiersch beschreibt die Vorstufen: den rätselhaften «Versuch» von 1911, die Idee des «kosmischen Kultus» vom 31. Dezember 1922, schließlich die Begründung der Goetheanum-Hochschule mit ihrem Umkreis-Ring von individuell ausgestalteten «esoterischen Schulen» an der Peripherie der anthroposophischen Bewegung. Detailliert schildert er, wie die elf Mitarbeiter, die Steiner für dieses Vorhaben gewonnen hat, damit umgegangen sind.Das dramatische Erkenntnisschicksal der «Mit-Leiterin» der Hochschule, der Ärztin Ita Wegman - von ihrer engen Zusammenarbeit mit Steiner, ihrer erschütternden «Beichte» nach dessen Tod und der Krise des Jahres 1925 bis zu ihrem Neuanfang im Jahre 1934 - interpretiert Kiersch als wegweisenden Durchbruch zu einer zeitgemäßen Besinnung auf die Aufgaben der anthroposophischen Bewegung und ihren esoterischen Kern. Das Buch enthält neu entdeckte Dokumente und Übersetzungen der zitierten englischen Texte ins Deutsche.

2. erw. Aufl., 400 S., Gb., m. Abb., Fr. 58 | EUR 45 | ISBN 978-3-7235-1464-1


Peter Selg
«Eine grandiose Metamorphose»
Zur geisteswissenschaftlichen Anthropologie und Pädagogik des Jugendalters

«Es handelt sich darum, die ganze Jugend-Pädagogik und die ganze Jugend-Didaktik in ein elementares Gefühl zusammenzufassen, so dass Sie [als Erzieher] gewissermaßen in Ihrer Seele die ganze Schwere und Wucht der Aufgabe empfinden: Menschen hineinzustellen in diese Welt. Ohne das wird unsere Waldorfschule nur eine Phrase bleiben. Wir werden alles Schöne sagen über die Waldorfschule, aber wir werden auf einem durchlöcherten Boden stehen, bis solche Löcher so groß werden, dass wir keinen Boden mehr haben, auf dem wir herumgehen können. Wir müssen die Sache innerlich wahrmachen.» (Rudolf Steiner, 17.6.1921)

2. überarb. Aufl., 144 S., Kt., m. Abb., Fr. 19 | EUR 14 | ISBN 978-3-7235-1433-7


Peter Selg
Die Arbeit des Einzelnen und der Geist der Gemeinschaft
Rudolf Steiner und das «Soziale Hauptgesetz»

Das 1905/06 in Vorträgen und Aufsätzen von Rudolf Steiner entwickelte hat – als ‹Weltgesetz der Arbeit› und ‹Grundsatz der sozialen Wissenschaft und des sozialen Lebens› (Steiner) – eine fundamentale Zukunftsbedeutung. Das Buch untersucht den werkbiographischen Kontext und den geistigen Stellenwert von Rudolf Steiners Darstellungen und eröffnet werkimmanente Aspekte seines Bedeutungsgehaltes, die bis zur Christologie reichen und zum Zentrum von Steiners Lebenswerk gehören.

«Der Gang der Entwicklung ist in der Richtung zur völlig freien Arbeit hin. Diesen Weg lehnt und ändert niemand ab. Wie der griechische Arbeiter unter dem Zwang seines Herrn seine Arbeit verrichtete, wie der jetzige Arbeiter aus Zwang für Lohn arbeitet, wird in der Zukunft nur Freiheit der Arbeit sein. Arbeit und Lohn werden in der Zukunft vollständig getrennt. Das ist die Gesundheit der sozialen Verhältnisse in der Zukunft. Sie können es heute schon sehen.» Rudolf Steiner. Berlin, 26.10.1905

2. überarb. Aufl., 160 S., Kt., m. Abb., Fr. 21 | EUR 15 | ISBN 978-3-7235-1435-1

Verlag am Goetheanum
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En ten slotte voor vandaag nog één ding, en dan houd ik echt op. Want het is in de wereld niet allemaal rozengeur en maneschijn natuurlijk. Het betreft Piet Borst. Die kwam in het verleden hier nog wel eens aan bod. Bijvoorbeeld op 10 juni 2009 in ‘Wapen’, op 31 augustus 2009 in ‘Stunt’ en op 8 december 2010 in ‘Draai’. Hij heeft nog steeds een column in NRC Handelsblad, alleen niet zo heel frequent meer als vroeger (oude zijn hier in groten getale te vinden). Vandaag stond er weer een in de krant die niet op internet is te vinden. Dus ik mag dit niet doen, die hier weergeven. Maar het is voor deze weblog heel relevant en te interessant om het te laten. Gedeeltelijk een opgewarmde oude hap (die hier in 2010 ook al ter sprake is geweest, op 3 mei in ‘Nieuwsredactie’, op 21 september in ‘Elfder ure’, op 2 oktober in ‘Voorletters’ en op 22 oktober in ‘Achthonderd’), maar ook met argumenten die hout snijden. Dus hier komt, van pagina 2 in het wetenschapskatern, ‘Bedenkelijke bankzaken’:
‘Chinese geneeskunde is slecht nieuws, althans de klassieke, die stokoud is. Op de regel ‘“oud is onzin” zijn maar weinig uitzonderingen in de geneeskunde. De acupunctuur met zijn malle meridianen werkt niet bij serieuze kwalen. Ook met Chinese kruiden moet je oppassen. Op zijn best niet werkzaam, maar er zitten heel schadelijke tussen. Verbazingwekkend is dat niet. Planten moeten zich weren tegen planteneters en doen dat met een keur aan toxines. In een lange evolutie hebben wij zoogdieren geleerd om die toxines te ontgiften, maar er blijven uitzonderingen. Sommige daarvan zijn gerekruteerd door de serieuze geneeskunde om kankercellen te doden, zoals Taxol uit de taxusboom. Andere toxines zijn puur slecht nieuws, zoals sommige klassieke Chinese kruiden.

Wie herinnert zich niet de consternatie toen Belgische vrouwen tien jaar geleden poogden om af te vallen met Chinese importkruiden? Ze vielen af, maar dat kwam omdat hun nieren eraan gingen. De oorzaak was het plantentoxine aristolochiazuur (AZ) dat zich aan DNA hecht in de nieren en nierafvoerwegen. Bij hoge doseringen worden de nieren vernietigd, bij lagere doseringen ontstaan tumoren, omdat AZ carcinogeen is.

In Nederland is AZ moeilijk meer te krijgen. Voor echte gelovigen zijn er echter nog altijd Chinese kruiden te bestellen van onbestemde samenstelling. Je hoeft overigens niet naar China voor AZ. Op de Balkan komt een nare ziekte voor, het Balkan-endemische nephropathië (nierlijden) syndroom, dat ook te wijten is aan AZ. Dat komt door broodmeel gemaakt van tarwe waar een plantje tussen groeit dat AZ aanmaakt. De natuur zit vol smeerkezerij.

In Azië bloeit het bijgeloof nog ongehinderd. In een land als Taiwan doet nog één derde van de (verzekerde) bevolking zich tegoed aan traditionele kruidenmengsels, waar AZ in zit. Dit zou kunnen verklaren waarom in Taiwan zoveel meer kanker van de urinewegen voorkomt dan elders. Zulke speculaties zijn tegenwoordig te verifiëren. Door koppeling aan DNA levert AZ specifieke AZ-DNA producten op die zijn terug te vinden bij patiënten. AZ geeft bovendien karakteristieke mutaties in DNA, die aanwezig blijven in de tumoren die ontstaan als het AZ al is verdwenen. Recent hebben Chen et al (in PNAS 109, p. 8241, 2012) zo laten zien dat het inderdaad AZ is dat de Taiwanezen (en ongetwijfeld veel andere Aziaten) tumoren bezorgt. Het treurige daarbij is dat deze kruiden door domme dokters worden voorgeschreven. Dit zijn iatrogene tumoren. Bijgeloof is dodelijk.

Ergerlijk is dat dit bijgeloof actief bevorderd wordt vanuit onze streken. Zoals de sigarettenfabrikanten nu hun dodelijke waren slijten in ontwikkelingslanden omdat ze hier weggedrukt worden, zo gaat alternatief de boer op bij arme mensen, die nog niet weten dat alternatief nep is. In Nederland kun je mensen die baat vinden bij acupunctuur nog oprecht feliciteren met de geneeskrachtige werking van dit imponerende placebo, maar dat ligt anders in arme landen. Daar is geen Vereniging tegen de Kwakzalverij die van de daken tettert wat de risico’s zijn. Daar kunnen fanatieke dwaallichten uit Westerse landen rustig homeopathie aanbevelen voor dodelijke en behandelbare infectieziekten als malaria, aids en tuberculose. Daar kunnen klunzige acupuncturisten fatale virusziekten als hepatitis of hiv verspreiden met onvoldoende gesteriliseerde acupunctuurnaalden.

Een organisatie die zich vanuit Nederland inzet voor de verbreiding van alternatief onder onnozele arme mensen, is de antroposofische Triodos Bank. De Vereniging tegen de kwakzalverij heeft daar al eens de aandacht op gevestigd door de Bank de Kackadorisprijs 2010 uit te reiken, de prijs die de Vereniging eens per jaar uitreikt aan de persoon of de organisatie die de kwakzalverij het meest heeft bevorderd. Publiciteit heeft die toekenning niet weten te genereren. Nu deze bank zo’n aureool van groene braafheid weet op te bouwen, lijkt het mij goed dat iedereen weet wat een Triodos Bank-rekening ondersteunt. Niet alleen het antroposofische gedachtegoed van wijlen Rudolf Steiner met zijn warhoofdige ideeën over gezondheid, maar ook de verbreiding van alternatief in ontwikkelingslanden.

De Stichting Triodos Foundation, de filantropische spruit van de Triodos Bank, vermeldt in haar jaarverslag 2008 steun aan “Homeopaten zonder Grenzen, opleiding homeopathie in 1e lijns gezondheidszorg, Kenia”; het jaarverslag 2009, “Ondersteuning herbouw acupunctuurkliniek, Gedong, Gandhi, Ashram, Indonesië”.

Let wel, aanprijzing van Chinese kruiden heb ik niet teruggevonden bij de Triodos Bank. Nier- en blaasvernietiging vent de Bank niet uit. Ook de mogelijkheid dat de Bank haar leven heeft gebeterd na 2009 heb ik nagetrokken. In de reactie op de Kackadorisprijs toonde de Bank in haar persbericht geen spijt. De kritiek op de alternatieve projecten was “geen enkele aanleiding om deze niet te financieren... Om een eenzijdig beeld te voorkomen, willen wij benadrukken dat Triodos Bank geen specifieke voorkeuren heeft voor de alternatieve dan wel reguliere gezondheidszorg”. Geen voorkeur! Anything goes! De jaarverslagen 2010 en 2011 van de Triodos Foundation zijn nog niet klaar, maar op mijn verzoek om inlichtingen wist de Bank te melden dat “de kritiek niet geleid heeft tot aanpassing van ons beleid”. Antroposofie maakt hardleers.’

2 opmerkingen:

John Wervenbos zei

Dat is inderdaad een mooi cadeautje van AntroVista. Bis bis. Interessant boekwerkje van Paul Heldens over Kaspar Hauser. De webbased Weekspreukenkalender moet ik nog installeren. Mooi aanbod. De Michaëlssymfonie van Marc van Delft ga ik zeker beluisteren op deze goed zondagochtend. Dank.

John Wervenbos zei

En wat betreft de EU en EMU ontwikkelingen, blogartikelen van Jelle van de Meulen, daarover houd ik ook mijn hart vast. Niet alleen in economisch opzicht, maar maar ook politiek en democratisch bezien.

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(Hilversum, 1960) – – Vanaf 2016 hoofdredacteur van ‘Motief, antroposofie in Nederland’, uitgave van de Antroposofische Vereniging in Nederland (redacteur 1999-2005 en 2014-2015) – – Vanaf 2016 redacteur van Antroposofie Magazine – – Vanaf 2007 redacteur van de Stichting Rudolf Steiner Vertalingen, die de Werken en voordrachten van Rudolf Steiner in het Nederlands uitgeeft – – 2012-2014 bestuurslid van de Antroposofische Vereniging in Nederland – – 2009-2013 redacteur van ‘De Digitale Verbreding’, het door de Nederlandse Vereniging van Antroposofische Zorgaanbieders (NVAZ) uitgegeven online tijdschrift – – 2010-2012 lid hoofdredactie van ‘Stroom’, het kwartaaltijdschrift van Antroposana, de landelijke patiëntenvereniging voor antroposofische gezondheidszorg – – 1995-2006 redacteur van het ‘Tijdschrift voor Antroposofische Geneeskunst’ – – 1989-2001 redacteur van ‘de Sampo’, het tijdschrift voor heilpedagogie en sociaaltherapie, uitgegeven door het Heilpedagogisch Verbond

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