Bedoeld is: antroposofie in de media. Maar ook: in de persbak van de wijngaard, met voeten getreden. Want antroposofie verwacht uitgewrongen te worden om tot haar werkelijke vrucht door te dringen. Deze weblog proeft de in de media verschijnende antroposofie op haar, veelal heerlijke, smaak, maar laat problemen en controverses niet onbesproken.

vrijdag 29 juni 2012

Profiteren


De website van het Goetheanum kent weer een aantal nieuwe berichten. Eerder berichtte ik daar bijvoorbeeld over in ‘Crowdfunding’ op 7 juni en in ‘Kalenberg’ op 5 mei. Ik geef de meest (voor ons) interessante even op rij. Ik vraag me af of de datum van plaatsing wel helemaal klopt, volgens mij wordt er wel eens geantidateerd. Maar goed:
‘13.06.2012
Neues Arbeitsorgan: Goetheanum-Leitung
Während der Sommerklausur des Hochschulkollegiums und des Vorstands von 11. bis 13. Juni wurde beschlossen, eine gemeinsame Goetheanum-Leitung zu bilden. [mehr]

24.06.2012
Zwei Ausstellungen zu 100 Jahre Eurythmie
Seit 24. Juni und noch bis 9. September kann man im Goetheanum 80 Pionierinnen und Pioniere der Bewegungskunst Eurythmie in biografischen Skizzen kennenlernen. [mehr]

29.06.2012
Joan Sleigh als Mitglied des Vorstands nominiert
Der Vorstand am Goetheanum plant seine Erweiterung um die Waldorfpädagogin Joan Sleigh aus Südafrika; es bedarf dazu der Bestätigung durch die Mitglieder auf der Generalversammlung 2013. [mehr]
We gaan die eens even van dichtbij bekijken, te beginnen bij de ‘Goetheanum-Leitung’:
‘Vorstand und Hochschulkollegium am Goetheanum streben die stärkere Integration der Lebens- und Arbeitsfelder der Anthroposophie, der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft und der Anthroposophischen Gesellschaft an. Dieser Zusammenhang wie auch seine Repräsentanz am Goetheanum soll in der anthroposophischen Bewegung und in der Öffentlichkeit verstärkt werden. Vor diesem Hintergrund wird zusätzlich zu Vorstand und Hochschulkollegium ein neues Organ gebildet. Ihm gehören die Mitglieder des Vorstandes und des Hochschulkollegiums an.

Während der Vorstand weiterhin für die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft und die Leitung der Allgemeinen Anthroposophischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft und das Hochschulkollegium für die Leitung der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft zuständig bleiben, hat die Goetheanum-Leitung vom Vorstand die Aufgabe übertragen bekommen, für die Verwaltung des Hauses mit der Maßgabe zuständig zu sein, dass die Goetheanum-Leitung einzelnen Personen (Vorstandsmitgliedern oder Sektionsleitern) die Verantwortung für Verwaltungsaufgaben am Goetheanum zuspricht.’
Dan de euritmie:
‘Zum Jubiläum 100 Jahre Eurythmie eröffnen gleich zwei Ausstellungen am Goetheanum. Martina Maria Sam hat über die ersten Eurythmisten recherchiert und zeigt ihre Ergebnisse im Foyer des Goetheanum. Unter den Biografien von 80 Menschen gibt es Entdeckungen. So hat Max Benirschke, der als Professor für Kunstgewerbe in Düsseldorf Joseph Beuys in die Anthroposophie einführte, bei der ersten Eurythmie-Aufführung am 28. August 1913 mitgewirkt.’
En dan een nieuw bestuurslid op komst:
‘Der Vorstand am Goetheanum wird zur Generalversammlung 2013 Joan Sleigh als neues Mitglied des Vorstands zur Bestätigung vorschlagen. Sie ist in Südafrika englischsprachig aufgewachsen und wuchs in einer Camphill-Einrichtung auf. Die vierfache Mutter studierte in Deutschland Waldorfpädagogik und war sowohl in der Klasse als auch im Lehrerseminar tätig. Die Gründe für diese Wahl stellt Virginia Sease, Mitglied des Vorstands, in “Anthroposophie weltweit” Nr. 7-8/2012 ausführlich dar.’
Dat maakt nieuwsgierig naar die betreffende uitgave. Maar voordat ik daaraan toekom, eerst even dit, wat tot nog toe alleen op Facebook bekend werd gemaakt, en ik niet elders ben tegengekomen. Dat is ‘Der Weg des Ich ins Leben. Beiträge aus der Weltkindergarten- und Weltlehrertagung am Goetheanum’, namelijk een speciale uitgave van weekblad ‘Das Goetheanum. Wochenschrift für Anthroposophie, Ausgabe Nr. 25’ van 23 juni, dat op 22 juni op internet beschikbaar werd gesteld, zoals eerder ook gebeurde en te vinden is onder ‘dasgoetheanum’. Het lijkt er op dat de redactie (of de uitgever; wie is hier verantwoordelijk voor?) zo’n beetje elke maand een nummer integraal op internet plaatst. Daar profiteren wij van! En als wij erin kijken, valt ons onmiddellijk een kort berichtje op op bladzijde 2, ‘Neuer Vorstand in Niederlande’:
‘Die Anthroposophischen Gesellschaft in den Niederlanden hat einen neuen Vorstand. Der alte war zurückgetreten, um eine Erneuerung zu ‹erzwingen›. Auf der Jahresversammlung am 9. und 10. Juni in Driebergen wählten rund 300 Mitgliedern die in einem Findungsprozess ermittelten Kandidaten, die verschiedene Lebensalter repräsentieren: Auke van der Meij (60), Marieke Uytenbogaart-Van der Geest (56), Rodim van Es (48, Schatzmeister), Michel Gastkemper (52), Stephan Jordan (31), Hanneke de Leeuw (34), Jesse Julder (30) und Fanina van Uffelen-Bruins (42). Als Einziger aus dem bisherigen Vorstand wird Kees Lam auch im neuen tätig sein; er wurde mit 255 Stimmen zum Vorsitzenden gewählt, der andere Kandidat, Robert Jan Kelder, unterlag. Ron Dunselman bleibt Generalsekretär. Weiteres in ‹Anthroposophie weltweit›.’
Ook hier die verwijzing naar dat andere tijdschrift, het internationale maandblad, zal ik maar zeggen. Overigens is dat natuurlijk een typefout, het moet Jesse Mulder zijn. Voordat ik echter daar naartoe snel, even aandacht voor dit specifieke nummer. Zoals de titel al aangeeft, heeft het veel met de vrijeschool te maken. En als wij het redactionele bericht van Wolfgang Held op de allerlaatste pagina lezen, wordt meteen duidelijk in welke context dit staat. Wo Anthroposophie lebt heeft hij het genoemd:
Ein Leben in Anthroposophie – welchen Beruf sollte man dafür wählen? Arzt, denn der Arzt will heilen, der Natur helfen. Wohl kaum: der Mediziner will die Krankheit besiegen, sucht, das erwartet der Patient, die Lösung, die Antwort. Vielleicht Künstler? Nah dem Geistigen, aber den Menschen zu fern. Dann vielleicht Landwirt, denn die Erde zu verwandeln ist die vornehmste Pflicht? Ich denke nicht, denn so nah man der Natur ist, so fern ist man urbaner Brandung. 
Nein, es ist der Beruf des Lehrers, der wie keiner Anthroposophie bedeutet. Als Lehrer will man nicht siegen, ist man auf dem Boden der Tatsachen und hat doch in zweiunddreißig Farben die Zukunft vor Augen. Anthroposophie bedeutet Aufmerksamkeit, bedeutet Liebe zur Entwicklung und zum Scheitern. Wo ist man näher dem menschlichen Streben als auf dem schmalen Band zwischen Pult und Tafel. Lebensort Schule, die Kathedrale der Aufmerksamkeit.  
Oft sehe ich auf der morgendlichen Fahrt zum Goetheanum Christof Wiechert versunken den Hügel emporsteigen und später in einer Sitzung ebenso konzentriert den Gedanken finden, der dem Gespräch Richtung verleiht. Die Weltlehrer-Tagung 2012 ist sein großes Geschenk an das Goetheanum, an die Schulbewegung. Als Abend für Abend die Schulkinder aus aller Welt auf der Bühne tanzen, denke ich: Ja dieser Reigen, diese Freude, das ist der Dank für ein Geschenk, das Christof in zehn Jahren Sektionsleitung dieser Generation gegeben hat: die Kultur der Kinderbesprechung, in der die Aufmerksamkeit, in der die Anthroposophie als Liebe an der Entwicklung des Kindes gipfelt. Diese Kultur hat er in Schulbesuchen, Seminaren und Büchern in der Schulbewegung verankert und damit Rudolf Steiners Idee der Lehrerkonferenz mit zu einem der mächtigsten Orte anthroposophischen Lebens werden lassen.
Een eerlijk eerbetoon aan Christof Wiechert dus. En dan nu eindelijk gesneld naar dat maandblad (niet openbaar online, maar ik kan er wel aankomen). Het gaat om ‘Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft. Nachrichten für Mitglieder. Anthroposophie weltweit Nr. 7-8’ van 30. Juni 2012. Op bladzijde 2 en 3 vinden we dit verhaal van Virginia Sease, ‘Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft: Erweiterung des Vorstands. Von Südafrika ans Goetheanum’:
‘Der Vorstand am Goetheanum wird zur Generalversammlung 2013 Joan Sleigh als neues Mitglied zur Bestätigung vorschlagen. Sie ist in Südafrika englischsprachig aufgewachsen und wuchs in einer Camphill-Einrichtung auf. Die vierfache Mutter studierte in Deutschland Waldorfpädagogik und war sowohl in der Klasse als auch im Lehrerseminar tätig.

Seit der Grenzöffnung der osteuropäischen Länder in den frühen 1990er-Jahren und der damit einhergehenden erhöhten Reisemöglichkeiten der Menschen in Asien – besonders erkennbar an Touristen aus China – hat in den letzten Jahren auch eine einheitliche Kommunikation an Bedeutung gewonnen. Heute wird Englisch nicht nur in den Ländern der englischsprachigen Welt gesprochen, sondern die englische Sprache bildet die gemeinsame Verständigungsmöglichkeit für Bürgerinnen und Bürger vieler Länder, sobald sie ihre nationalen und ethnischen Grenzen verlassen.

In dieser Hinsicht bilden das Goetheanum und die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft keine Ausnahme, wie wir es erst kürzlich im Beitrag über die Studienmöglichkeiten am Goetheanum in ‹Anthroposophie weltweit› Nr. 4/2012, Seite 4f., dargestellt haben. Der einzige Unterschied am Goetheanum liegt darin, dass sich viele Studierende für das Erlernen der deutschen Sprache entscheiden, damit sie die Werke Rudolf Steiners in der Originalsprache lesen können.

Im Englischsprachigen sozialisiert

Vor längerer Zeit bereits beschlossen die Mitglieder des Vorstands am Goetheanum, den Vorstand durch ein weiteres Mitglied zu verstärken. Wir suchten nach einer Persönlichkeit, die – wie Virginia Sease – aus einem englischsprachigen Land stammt, deren Muttersprache Englisch ist und deren schulische Erziehung in der englischen Sprache stattgefunden hat. Eine weitere wichtige Voraussetzung neben einem fundierten Hintergrund und einer tiefen Verbundenheit mit der Anthroposophie sind natürlich auch fließende deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift. Auch der Altersfaktor spielt bei solchen Überlegungen eine Rolle.

Wir freuen uns sehr, der weltweiten Mitgliedschaft jetzt mitteilen zu können, dass wir einen Menschen gefunden haben, der alle diese Vorraussetzungen erfüllt und darüber hinaus noch andere bedeutsame Eigenschaften mitbringt. Nach gründ licher Bedenkzeit hat sich Joan Sleigh aus Kapstadt (SA) bereit erklärt, bei unseren Aufgaben im Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und im Hochschulkollegium der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft mitzuwirken. Nicht nur die Mitglieder des Vorstands, sondern auch die Sektionsleiter konnten Joan Sleigh bereits kennenlernen. Die Zustimmung war einstimmig. Im November können die Generalsekretäre mit Joan Sleigh bekannt werden. An der Jahresmitgliederversammlung im Frühjahr 2013 möchte der Vorstand den Mitgliedern Joan Sleigh als neues Vorstandsmitglied vorschlagen.

Aufgewachsen im Camphill Hermanus

Joan Sleigh wurde 1962 geboren. Ihre Eltern lebten und arbeiteten im Camphill Hermanus, Südafrika. Sie beschreibt ihre Kindheit als glücklich, nicht allein deswegen, weil sie im Kreis von vier Geschwistern aufwachsen durfte. Diejenigen, welche Camphill Hermanus kennen, werden die Bedeutung von Geschwistern verstehen, denn Hermanus liegt in einer etwas isolierten, geschützten Wohngegend in einer Bucht östlich von Kapstadt. Als ihre Eltern die neue Camphill-Einrichtung Alpha gründeten, zog die Familie um. Ihr Vater, Julian Sleigh, Priester der Christengemeinschaft, baute eine Kapelle auf dem Gelände, und ihre Mutter, Renate Sleigh, von Beruf Krankenschwester, kümmerte sich um die medizinischen Angelegenheiten und das kulturelle Leben, zum Beispiel um die Jahresfeste. Als Joan drei Jahre alt war, verbrachte die Familie ein Jahr im Camphill Botton Village. Während dieser Zeit lernte sie ihren Großvater mütterlicherseits, Karl König, kennen. Allerdings war sie so jung, dass sie nur wenige Erinnerungen an diese Begegnung behalten hat.

Joan Sleigh lernte die Vorzüge einer Waldorfschule kennen, aber sie besuchte auch eine ländliche Afrikaans-Schule in der Nähe von Camphill Alpha. Dadurch konnte sie sich Sprachkenntnisse in Afrikaans erwerben.

Ihr Leben in Südafrika erfuhr eine Unterbrechung von 1982 bis 1995, als sie heiratete und nach Bochum (DE) umzog. In dieser Zeit war sie eine hingebungsvolle Mutter für ihre vier Kinder. Nebenbei nahm sie an der Waldorflehrerausbildung in Witten-Annen teil. Anschließend unterrichtete sie an der Widar-Schule in Wattenscheid (DE) drei Jahre Englisch und Handarbeit.

Weitere Tätigkeit als Klassenlehrerin

Nach ihrer Rückkehr nach Kapstadt mit ihren vier Kindern wurde sie gebeten, als Klassenlehrerin an der Waldorfschule Michael Oak zu unterrichten. Seither hat sie zweieinhalb Durchgänge als Klassenlehrerin vollendet. Im Dezember 2012 wird ihre jetzige Klasse das 7. Schuljahr beenden. Damit endet in Südafrika ihre Klassenlehrerzeit.

Seit 2007 bis heute ist sie Dozentin im Zentrum für Kreative Bildung, der Waldorflehrerausbildung in Kapstadt. Derzeit beendet sie ihre Arbeit an einem Masterabschluss für Leitungsaufgaben in der Erwachsenenbildung. Seit einiger Zeit vertritt Joan Sleigh Südafrika im Haager Kreis, einer internationalen Gruppierung, die mit der Pädagogischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft arbeitet. Noch immer bestehen starke Verbindungen zu Europa, denn drei ihrer erwachsenen Kinder und zwei Enkelkinder leben in Deutschland, eine Tochter lebt zurzeit in Kapstadt (SA).

Opfer für das Herkunftsland

Wenn jemand an das Goetheanum gerufen wird, um im Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft oder als Sektionsleiter in der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft zu dienen, müssen viele der Aufgaben, die diese Person in ihrem Heimatland ausgeübt hat, von anderen Menschen übernommen werden. Das bedeutet ein Opfer für die Anthroposophische Gesellschaft dieses Landes und für jegliche anthroposophische Institution, mit der die scheidende Person verbunden war, in der Regel in einer Leitungsposition. Die Ver bindung mit der Arbeit im Heimatland behält einen zentralen Platz bei den neuen Aufgaben, die ergriffen und bearbeitet werden müssen, jedoch erweitert sich der Horizont erheblich, weil der neue Verantwortungsbereich ein viel größeres Ganzes umfasst. Wir blicken in Dankbarkeit auf die Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft in Südafrika für ihre Bereitschaft, auf eines ihrer aktiven Mitglieder zu verzichten, doch wird Joan Sleigh ihre Arbeit sicherlich in einer lebendigen – wenn auch umgewandelten – Form am Goetheanum fortsetzen.

Zum Abschluss dieser kurzen Vorstellung von Joan Sleigh möchte ich gern meine persönliche Dankbarkeit darüber zum Ausdruck bringen, dass die Früchte der Arbeit, die über die Jahre hier am Goetheanum entstanden sind, auch in Zukunft fortgesetzt werden können und dass ich in der Lage bin, diese hervorragende neue Kollegin eine Zeitlang aktiv zu begleiten, wenn die Mitgliedschaft ihre Ernennung im März 2013 während der Jahresversammlung bestätigt.
Virginia Sease, Vorstand am Goetheanum

Aus dem Englischen von Andrea Jeserich’
Kijk eens aan, zowaar een kleindochter van Karl König! Die werd in 1935 nog uit de Algemene Antroposofische Vereniging gezet, kort nadat in die andere, bekendere actie een heel aantal prominente figuren eruit waren gegooid. Maar Virginia Sease had beter meteen duidelijk kunnen zeggen dat Joan Sleigh waarschijnlijk is gescheiden, dat maak ik tenminste op uit het feit dat zij na een aantal jaren in Duitsland te hebben gewoond (en er getrouwd te zijn), als moeder met haar vier kinderen naar Zuid-Afrika terugkeerde. We gaan meteen door naar bladzijde 4, waar we dit vinden over de ‘Freie Hochschule für Geisteswissenschaft. Hochschulkollegium: Sommerklausur 2012. Neues Arbeitsorgan’:
‘Wichtigstes Ergebnis der Sommerklausur des Hochschulkollegiums (alle Sektionsleiter) und des Vorstands von 11. bis 13. Juni war der Beschluss, in Zukunft als neuen Schritt eine gemeinsame Goetheanum-Leitung zu bilden (siehe Kasten). Erstmals dabei waren Justus Wittich (Schatzmeister) und Christiane Haid (Sektion für Schöne Wissenschaften).

Im letzten Jahrzehnt und vor allem im Hinblick auf die Ende 2010 notwendigen gravierenden Einsparmaßnahmen traten immer wieder Fragen bezüglich der Gesamtverwaltung und Entscheidungsverantwortung auf, die sehr kontrovers besprochen wurden. Als Konsequenz daraus sowie aus dem Erleben der Generalversammlung 2011 hatten Vorstand und Hochschulkollegium eine extern moderierte Beratung zum Verhältnis dieser beiden Gremien und der verschiedenen Sichtweisen beschlossen (‹Anthroposophie weltweit› Nr. 1–2/2012).

Erfreulicherweise sagte Friedrich Glasl zu, diese Aufgabe zu übernehmen. So fanden seit Oktober 2011 zusätzlich zu den regulären Sitzungen mehrere Treffen unter seiner Leitung statt. Am 17. April 2012 konnten die Vorstandsmitglieder und Sektionsleiter auf Grund lage dieser Gespräche gemeinsam neue Arbeitsformen beschließen und in einer anschließenden Erprobungsphase erste Erfahrungen damit sammeln.

Während der Sommerklausur wurden die Beschlüsse vom 17. April – jetzt ohne Anwesenheit von Friedrich Glasl – im Wesentlichen bestätigt und verabschiedet. In intensiven Gesprächen ergab sich eine gemeinsame Willensrichtung, die alle Beteiligten auf die Zukunft hin sehr hoffnungsvoll stimmt. Für die selbstlose, höchst engagierte und liebevolle Moderation sei Friedrich Glasl an dieser Stelle herzlichst gedankt!

Verantwortlichkeiten im Blick des Ganzen

Zur grundlegenden Neuorientierung der Arbeit von Freier Hochschule, Anthroposophischer Gesellschaft und Goetheanum bilden Vorstand und Hochschulkollegium ein gemeinsames, kollegiales Arbeitsorgan, das im Sinne der Statuten der Weihnachtstagung den Namen ‹Goetheanum-Leitung› trägt und aus der Gesamtverantwortung heraus einzelne Aufgaben zuspricht. Dieses neue Leitungs- und Beratungsorgan tritt zu den bestehenden Aufgaben von Vorstand (Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft und Leitung der Allgemeinen Anthroposophischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft) und Hochschulkollegium (Leitung der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft) hinzu. Dadurch sollen die Verantwortlichkeiten klar und eindeutig geregelt werden, ohne dass jedoch das Ganze aus dem Blick gerät (siehe Kasten).

Arbeitsweisen der Freien Hochschule

Das zweite Hauptthema der Klausur war den Arbeitsweisen, den Formelementen und der Repräsentanz in der Ersten Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft gewidmet – dies auch als Vorbereitung für die Michaeli-Hochschul-Zusammenkunft im September 2012. Auf der Klausur begrüßt wurden Christiane Haid in ihrer neuen Funktion als Leiterin der Sektion für Schöne Wissenschaften und Justus Wittich als Schatzmeister der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. Beide haben ihre Mitarbeit im Hochschulkollegium mit dieser Sommerklausur begonnen.

Für das kommende Arbeitsjahr haben Bodo von Plato und Florian Osswald die Sprecherfunktion des Hochschulkollegiums und der Goetheanum-Leitung an Seija Zimmermann und Ueli Hurter weitergegeben.
Oliver Conradt, Goetheanum

Stichwort: Goetheanum-Leitung

Die Beratungen von Vorstand und Hochschulkollegium unter der Moderation von Friedrich Glasl haben zu folgenden Ergebnissen geführt:

– Ziel von Vorstand und Hochschulkollegium am Goetheanum ist die stärkere Integration der Lebens- und Arbeitsfelder der Anthroposophie, der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft und der Anthroposophischen Gesellschaft. Dieser Zusammenhang wie auch seine Repräsentanz am Goetheanum soll in der anthroposophischen Bewegung und in der Öffentlichkeit verstärkt werden.

– Zusätzlich zu Vorstand und Hochschulkollegium wurde ein neues Organ gebildet. Es soll im Sinne der Statuten der Weihnachtstagung 1923/24 den Namen ‹Goetheanum-Leitung› tragen. Dieser Begriff wird in den Prinzipien der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft entwickelt und verwendet.

– Der Goetheanum-Leitung gehören die Mitglieder des Vorstandes und des Hochschulkollegiums an.

– Das Goetheanum als Haus befindet sich in der Rechtskörperschaft der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, dessen Leitung dem Vorstand zugesprochen ist. Der Vorstand verzichtet auf die Zuständigkeit für die Verwaltung des Hauses und überträgt diese der Goethe anum-Leitung mit der Maßgabe, dass die Goetheanum-Leitung die Befugnis bekommt, einzelnen Per sonen (Vorstandsmitgliedern oder Sektionsleitern) die Verantwortung für Verwaltungsaufgaben am Goetheanum zuzusprechen.

– Damit erhält die neugeschaffene Goetheanum-Leitung folgende Aufgaben:
• die grundlegende Orientierung für die Arbeit von Freier Hochschule für Geisteswissenschaft, Allgemeiner Anthroposophischer Gesellschaft und Goetheanum zu entwickeln
• das Zusprechen von Aufgaben zur Verwaltung des Goetheanum als Haus’
Op bladzijde 6 en 7 vinden we het volgende interessante artikel van Maria Martina Sam over de euritmie, ‘Sektion für Redende und Musizierende Künste: Ausstellung zu 100 Jahre Eurythmie. Zauber und Strenge’:
‘Seit 24. Juni und noch bis 9. September 2012 ist am Goetheanum die Ausstellung ‹Wegbereiter einer neuen Bewegungskunst. Biografische Porträts der ersten Eurythmisten 1912–1925› zu sehen. Die von Martina Maria Sam recherchierten Tafeln verbinden Entwicklungsschritte der Eurythmie mit Biografien konkreter Eurythmisten der Pionierzeit.

Margrethe Solstad, Leiterin der Sektion für Redende und Musizierende Künste am Goetheanum, und Stefan Hasler, Eurythmiedozent an der Alanus-Hochschule Alfter, bewegten Ende 2011 die Idee, zum 100. Geburtstag der Eurythmie eine Ausstellung zu veranstalten, durch die die Pioniere dieser neuen Kunst gewürdigt werden sollten. Biografische Skizzen und Fotos sollten eine innere Begegnung mit ihnen ermöglichen – und den Zauber, aber auch die Strenge der frühen Zeit vermitteln, in der Rudolf Steiner mit Hilfe dieser Mitarbeiter das Wesen ‹Eurythmie› auf die Erde bringen konnte.

Da ich durch meine Arbeit über die ganz aus dem eurythmischen Element heraus gestalteten ‹Faust›-Inszenierungen Rudolf Steiners am Goetheanum mit der Atmosphäre dieser Frühzeit und den maßgebenden Künstlerpersönlichkeiten einigermaßen vertraut bin, nahm ich den Auftrag, die Ausstellung zu konzipieren und Biografieskizzen zu erstellen, gern an. Die Recherchen gestalteten sich zum Teil aufwendig – aber es halfen Freunde in Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, der Schweiz und Südafrika mit. Und so war spannend und überraschend, was alles zutage kam; manchmal stellte sich der Eindruck ein, es werde auch ‹von drüben mitgeholfen›, dies oder jenes zu finden.

Persönlicher Ton

Die wesentlichen Quellen für die Biografieskizzen bildeten natürlich Nachrufe und Erinnerungsliteratur. Für Historiker sind das zweifelhafte Quellen, und tatsächlich findet sich auch manches Widersprüchliche; doch der persönliche Ton vermittelt auf der anderen Seite ein farbiges und vielgestaltiges Stimmungsbild, was bloße Fakten so nie können.

Nur die Biografien zu schreiben und aufzureihen, schien mir nicht befriedigend, und so kam ich auf die Idee, die wichtigsten ‹Stationen› in der frühen Entwicklung der Eurythmie mit den Lebensskizzen zu verbinden. Es lag nahe, die Biografien der Eurythmisten ungefähr in der Reihenfolge ihres Dazustoßens zur Eurythmie chronologisch zu ordnen. So ergaben sich insgesamt 33 Tafeln, die von Marcel Sorge grafisch umgesetzt wurden: 16 große, die die Entwicklungsschritte mit damit zusammenhängenden Biografien kombinieren, und 17 kleinere, die jeweils zwei bis drei biografische Skizzen umfassen. Um die Seelenart der einzelnen Persönlichkeiten aufleuchten zu lassen, wurde – soweit auffindbar – jeweils eine kurze und prägnante Charakterisierung eines Zeitgenossen dem Lebensabriss beigegeben. Auch versuchte ich zu jeder (unter ihrem damaligen Namen) vorgestellten Persönlichkeit ein Porträtfoto aus der damaligen Zeit und ein Eurythmiefoto zu finden. Für die meisten ist dies gelungen – oft durch unglaubliche ‹Zufälle›; nur bei wenigen musste ich auf spätere Fotos zurückgreifen oder wurde gar nicht fündig. Das meiste Fotomaterial fand sich im Rudolf-Steiner-Archiv und in der Dokumentation am Goetheanum, doch kamen mir auch einzelne Dokumente und Fotos aus Privatnachlässen zu.

Überraschende Entdeckungen

Es mag überraschen, dass sich in der Reihe der porträtierten Personen auch Menschen finden, die nicht als Eurythmisten bekannt geworden sind. Aber ist es nicht zum Beispiel beachtenswert, dass Max Benirschke – Professor für Kunstgewerbe in Düsseldorf, der später Joseph Beuys in die Anthroposophie einführen sollte – bei der ersten Eurythmie-Aufführung am 28. August 1913 mitgewirkt hat? Und der Schauspieler Maximilian Gümbel-Seiling übernahm damals nicht nur die Rezitation, sondern eurythmisierte teilweise mit. Auch in den frühen Dornacher Jahren waren öfters Persönlichkeiten an den Aufführungen beteiligt, die man aus anderen Zusammenhängen kennt, zum Beispiel Elisabeth Vreede oder die Malerinnen Henni Geck und Käthe Hamburger. In den ersten Jahren der Eurythmie, als es noch keine geregelte Ausbildung gab, waren die Übergänge zwischen Eurythmisten und Laien fließend.

Über einige Persönlichkeiten, die bei der ersten Entwicklung der Eurythmie zum Teil maßgeblich dabei waren, ließ sich nur mühsam etwas herausfinden. So zum Beispiel über Hendrika Hollenbach aus Südafrika, der wir in Bezug auf die Entwicklung der Toneurythmie wesentliche Impulse verdanken. Südafrikanische Freunde spürten eine Nichte von ihr auf – durch sie erfuhren wir, dass sie nicht wie vermutet in Südafrika, sondern in den Niederlanden geboren und in Basel (CH) gestorben ist. Eine weitere relativ ‹Unbekannte› ist die Russin Natalie von Papoff. Sie berichtet, dass Rudolf Steiner selbst sie zur Eurythmie gerufen habe; so nahm sie schon im Herbst 1913 an der Arbeit in Haus Meer teil. Bald unterrichtete sie Eurythmie in Berlin und an anderen Orten – unter anderem gehörten Helene Langer-Reisinger, Emica Senft und die Brüder Kux zu ihren Schülern. Doch musste sie als Ausländerin während des Ersten Weltkriegs als Zivilgefangene in ihrer Wohnung bleiben, konnte deshalb nicht zum Apollinischen Kurs 1915 kommen und musste aufgrund eines Wirbelsäulenleidens Mitte der 1920er-Jahre die Eurythmie aufgeben.

Der erste männliche Eurythmist

Eine andere wichtige Persönlichkeit der Frühzeit ist Joan Abels, nach Angaben von Alice Fels ein in Indien geborener Niederländer. Auch er wirkte in der ersten Eurythmie-Aufführung in  München am 28. August 1913 mit und wurde der erste männliche Bühneneurythmist. In der Aufführung des ‹Faust›-Prologs 1916 war er der Michael – eine anspruchsvolle Rolle, für die er ein Lob von Rudolf Steiner bekam («Sehen Sie sich Abels an, er kann es am besten»). Um 1920 gab er die Eurythmie auf, da er sich von ihrer raschen Entwicklung überfordert fühlte. Dies waren wohl Vorzeichen einer Krankheit, die später zur vollständigen Lähmung führte.

Und wer war Nina Bogojawlenskaja, die viele Jahre als Eurythmistin an der Bühne mitwirkte? Es ist mehrfach überliefert, dass sie bei den frühen revolutionären Bestrebungen in Russland eine große Rolle gespielt habe. Doch was ihr Schicksal vor und nach ihrer Zeit am Goetheanum war, das liegt im Dunklen.

Die Französin Jeanne Montrobert fand durch ihre Freundin Simonne Rihouet den Weg zur Eurythmie und studierte mit dieser zusammen bei Lory Maier-Smits in Einsingen (DE), bevor beide für einige Zeit nach Dornach kamen. Im Herbst 1923 führte Jeanne Montrobert in Paris mit der Dornacher Eurythmiegruppe auf. Wie sie in ihrer 1980 erschienenen Autobiografie berichtet, fragte Rudolf Steiner sie vorausahnend: «Werden Sie bei uns bleiben?» «Nein», antwortete sie ihm, sie wolle ins Leben zurückkehren ... Das ‹Leben› führte sie in die Filmbranche, wo sie als Skriptgirl arbeitete. So lernte sie viele Größen des frühen französischen Films kennen.

Erfrischende Wirkung

Es ist hier nicht der Platz, von weiteren interessanten Entdeckungen zu berichten. Doch sei zum Schluss eine berührende Erfahrung erwähnt, die ich bei dieser Recherchearbeit erneut machen durfte: Die Beschäftigung mit der Geburtszeit der Anthroposophie und der Eurythmie wirkt unmittelbar inspirierend und erfrischend! Es hat – das wurde mir deutlich – eine weit tiefere als nur ‹historisch-archivarische› Bedeutung, sich mit diesen frühen Zeiten zu beschäftigen. Uns verbindet heute noch etwas Unmittelbares mit dieser Entstehungszeit; die Durchdringung mit ihren Impulsen führt zu den Quellen, aus Denen wir im anthroposophischen Tun immer aktuell schöpfen können.

Wie bewegend war für mich auf dem Hintergrund all dessen die Nachricht, dass am 4. Mai 2012 104-jährig mit Edith Brenda Biermann-Binnie die wohl letzte Persönlichkeit verstorben ist, die einen konkreten Brückenschlag zu jenen Zeiten bildete: Im Mai 1921 durfte sie als Elfchen in der Ariel-Szene auf der großen Bühne des Ersten Goetheanum mitwirken.
Martina Maria Sam, Dornach (CH)’
En dan, op bladzijde 10, een bericht ‘im eigener Sache’ zou je bijna kunnen zeggen, geschreven door Toon Schmeink (Schmeinks staat er ten onrechte), getiteld ‘Niederlande: Neuwahl des Vorstands. Generationenwechsel’:
‘Auf der Jahresversammlung im Iona-Gebäude in Driebergen am 9. und 10. Juni stand vor allem die Neuwahl des Vorstands der Anthroposophischen Gesellschaft in den Niederlanden im Zentrum – der alte war zurückgetreten, um eine Erneuerung zu ‹erzwingen›. Die rund 300 Mitgliedern wählten die in einem Findungsprozess ermittelten Kandidaten.

Jana Loose berichtete vom unerwarteten kollektiven Rücktritt des alten Vorstandes, über den Findungsprozess des neuen Vorstandes und von der vor Kurzem abgeschlossenen Mitgliederanhörung, die sie als besonders positiv erlebte. Der Antrag auf Verlängerung des Vorstandmandates auf fünf Jahre mit möglicher Wiederwahl wurde angenommen. Mit großer Mehrheit wählten dann die Mitglieder Auke van der Meij (60), Marieke Uytenbogaart-Van der Geest (56), Rodim van Es (48, Schatzmeister), Michel Gastkemper (52), Stephan Jordan (31), Hanneke de Leeuw (34), Jesse Mulder (30) und Fanina van Uffelen-Bruins (42) in den Vorstand. Als Einziger aus dem bisherigen wird Kees Lam auch im neuen Vorstand tätig sein; er wurde mit 255 Stimmen zum Vorsitzenden gewählt, der andere Kandidat, Robert Jan Kelder, unterlag.

Im Vordergrund: Gemeinschaftsbildung

Jedes der neuen Vorstandsmitglieder stellte sich mit seinem Hauptanliegen kurz vor. Für van der Meij bietet Anthroposophie eine einzigartige Möglichkeit, die Welt weiterzuentwickeln. Sie möchte sich für einen Neugriff der Umgangsformen innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft in den Niederlanden einsetzen. Für Uytenbogaart-Van der Geest entspricht das Gebet der Hingabe von Rudolf Steiner ihrer persönlichen Grundhaltung für ihre Tätigkeit im Vorstand. Van Es möchte als Schatzmeister so schnell wie möglich eine Vertrauensbasis aufbauen und will zusammentragen, was eigentlich alles in der Anthroposophischen Gesellschaft in den Niederlanden geleistet wird. Gastkemper möchte das persönliche Interesse der Mitglieder untereinander stärker entwickeln. Jordan setzt es sich zur Aufgabe, den Kontakt zu den jungen Menschen zu verstärken. Seine beruflichen Kenntnisse der modernen digitalen Techniken werden ihm dabei eine Hilfe sein. De Leeuw möchte den Dialog mit allen Mitgliedern fördern. Für Mulder ist es eine Herausforderung, die Anthroposophie nicht nur zu denken, sondern auch umzusetzen, und für van Uffelen-Bruins ist es wichtig, dass sich in der Anthroposophischen Gesellschaft in den Niederlanden Mitglieder und Vorstand gegenseitig kennenlernen. Gemeinschaftsbildung müsse geübt werden, betonte sie.

Kees Lam bekräftigte, dass der neue Vorstand seine Aufmerksamkeit auf einige wichtige Punkte lenken wird. So will man vermehrt mit den Mitgliedern im Gespräch sein. Des weiteren wird der Vorstand Mitglieder suchen, die bereit sind, sich für die Gemeinschaftsbildung in der Anthroposophischen Gesellschaft einzubringen. Auch will sich der Vorstand nach den Bedürfnissen richten und sich den Beziehungen der Hochschule für Geisteswissenschaft mit der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, der Anthroposophischen Gesellschaft in den Niederlanden und den Sektionen zuwenden, während die Hochschule ihre Ziele selbst formulieren wird. Die Verbindung zu den Institutionen der einzelnen Sektionen will der Vorstand neu gestalten.

Beruhigung nach einer turbulenten Zeit

Am Sonntag blickten die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder auf ihre Amtszeit zurück. Ron Dunselman zum Beispiel erinnerte sich aus seiner 16-jährigen Tätigkeit als Vorstandsmitglied speziell an die schwierigen Zeiten der Beschuldigungen von Rudolf Steiner wegen vermeintlichem Rassismus, an die turbulente Mitgliederversammlung vom 30. März 1996 in Utrecht, an den Bericht ‹Anthroposophie und die Rassenfrage›, die in der Presse zu heftigen negativen Reaktionen führte. Er erinnert sich an die hervorragend geleistete Arbeit von Gerard Kerkvliet, an die Jahresfeiern, die Tagungen, im Besonderen an die Grundsteintagung. Erst in den 90er-Jahren, so Dunselman, beruhigte sich der Aufruhr, und der Vorstand konnte sich endlich wieder seinen eigentlichen Aufgaben zuwenden. Die königliche Auszeichnung betrachte er – als vormaliger Vorsitzender der Anthroposophischen Gesellschaft in den Niederlanden – als soziale Realität. Seine internationale Funktion als Generalsekretär werde er weiterhin wahrnehmen, bis im Vorstand ein Nachfolger gefunden werde.

Max Rutgers, Schatzmeister der Anthroposophischen Gesellschaft in den Niederlanden, berichtete, dass der neue Vorstand gesunde Finanzen vorfinden werde – Einnahmen und Ausgaben seien etwa gleich groß. Trotzdem wird der neue Vorstand, so Roland Mees von der Kassierkommission, auf ein ausgeglichenes Budget bedacht sein müssen. Die Einnahmen aus den Legaten von 3,1 Millionen Euro haben sich auf ein Drittel vermindert.

Im geselligen Teil der Jahresversammlung konnten die Mitglieder dann noch den neuen und den abgetretenen Vorstandsmitgliedern persönlich begegnen.
Toon Schmeinks (NL)

Ritter des Ordens von Oranien-Nassau. Ehrung für Ron Dunselman

Der Überraschungsbesuch des Bürgermeisters von Meppel während der Jahresversammlung war gelungen. Mit einer kurzen Ansprache verkündete der Bürgermeister, dass es Seiner Majestät gefalle, Ron Dunselman in den Ritterstand des Ordens von Oranien-Naussau zu erheben. Und dies für seine Verdienste für die Gesellschaft. Dabei wurden genannt sowohl Seine Arbeit als Vorsitzender der Anthroposophischen Gesellschaft in den Niederlanden als auch die Gründung der Waldorfschule in Meppel und die Gründung von Arta 1973, dem ersten anthroposophischen Wohnheim für Drogenabhängige in den Niederlanden.

Aus dem Niederländischen von Claudia Rordorf. Dieser Beitrag basiert auf einem Bericht, der in ‹Motief› Ausgabe Juli/August 2012 erscheinen wird und ‹Anthroposophie weltweit› vorab zur Verfügung gestellt wurde.’
Hiermee hebben we deze ‘Anthroposophie weltweit’ al bijna kaalgeplukt. Als allerlaatste, klein berichtje, wat op bladzijde 11 wordt gemeld in het kader van de ‘Allgemeine Anthroposophische Sektion’, namelijk ‘Buch für Mitglieder der Hochschule auf Englisch’:
‘Das Buch ‹Die Erste Klasse der Michael-Schule und ihre christologischen Grundlagen› von Sergej Prokofieff ist seit Ende Juni auch auf Englisch erhältlich. Wie die deutschsprachige Ausgabe wird es nur an Mitglieder der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft abgegeben und ist nicht im Buchhandel erhältlich. Die deutsch- und die englischsprachige Ausgabe kostet jeweils 48 Euro zuzüglich Versandkosten aus Deutschland (Bezahlung durch Visa- und Mastercard möglich).
Sebastian Jüngel

Kontakt: Goetheanum, Sekretariat Sergej Prokofieff, Postfach, CH–4143 Dornach 1, Fax +41 (0)61 706 43 71, sekretariatSP@goetheanum.ch.’
En daarmee is het voor nu wel weer even genoeg.
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(Hilversum, 1960) – – Vanaf 2016 hoofdredacteur van ‘Motief, antroposofie in Nederland’, uitgave van de Antroposofische Vereniging in Nederland (redacteur 1999-2005 en 2014-2015) – – Vanaf 2016 redacteur van Antroposofie Magazine – – Vanaf 2007 redacteur van de Stichting Rudolf Steiner Vertalingen, die de Werken en voordrachten van Rudolf Steiner in het Nederlands uitgeeft – – 2012-2014 bestuurslid van de Antroposofische Vereniging in Nederland – – 2009-2013 redacteur van ‘De Digitale Verbreding’, het door de Nederlandse Vereniging van Antroposofische Zorgaanbieders (NVAZ) uitgegeven online tijdschrift – – 2010-2012 lid hoofdredactie van ‘Stroom’, het kwartaaltijdschrift van Antroposana, de landelijke patiëntenvereniging voor antroposofische gezondheidszorg – – 1995-2006 redacteur van het ‘Tijdschrift voor Antroposofische Geneeskunst’ – – 1989-2001 redacteur van ‘de Sampo’, het tijdschrift voor heilpedagogie en sociaaltherapie, uitgegeven door het Heilpedagogisch Verbond

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