Bedoeld is: antroposofie in de media. Maar ook: in de persbak van de wijngaard, met voeten getreden. Want antroposofie verwacht uitgewrongen te worden om tot haar werkelijke vrucht door te dringen. Deze weblog proeft de in de media verschijnende antroposofie op haar, veelal heerlijke, smaak, maar laat problemen en controverses niet onbesproken.

dinsdag 22 november 2011

Dialoog

Ik moet mezelf corrigeren, zie ik nu. Op dinsdag 8 november had ik helemaal op het eind in ‘Vastgoed’ gemeld dat er in de Tweede Kamer een algemeen overleg gepland staat op 23 november 2011 over Jeugdzorginstelling Zorggroep Zonnehuizen:
‘Dat is dus over twee weken. Niet op een dinsdag, maar een donderdag.’
Dat is een beetje dom dus. Want dat is morgen, op woensdag. Alleen is inmiddels duidelijk geworden dat dit niet deze week, maar volgende week wordt. Dat maak ik op uit de ‘Besluitenlijst PV Jeugdzorg 26 oktober 2011’, waarin staat:
‘7. Agendapunt: Financiële situatie bij Stichting Zonnehuizen en toezending van rapporten van de IGZ over Zonnehuizen

Zaak: Brief regering – staatssecretaris van Volksgezondheid, Welzijn en Sport, M.L.L.E. Veldhuijzen van Zanten-Hyllner – 17 oktober 2011
Financiële situatie bij Stichting Zonnehuizen en toezending van rapporten van de IGZ over Zonnehuizen – 31839-135

Besluit: Agenderen voor algemeen overleg jeugdzorginstelling Zorggroep Zonnehuizen (2 uur)’
‘10. Agendapunt: Verplaatsen algemeen overleg Zonnehuizen

Zaak: Rondvraagpunt procedurevergadering – Tweede Kamerlid, H.G.J. Bruins Slot (CDA) – 16 november 2011
Verplaatsen algemeen overleg Zonnehuizen – 2011Z23202

Besluit: Verzoek niet gehonoreerd, agendatechnisch geen mogelijkheid tot verplaatsing’
En wanneer dit punt dan wel op de agenda staat? Dat lezen we dan onder ‘Plenair volgende weken (indicatie)’, en wel ‘29, 30 november en 1 december (week 48)’:
‘VAO Jeugdzorg (AO d.d. 26/10) (staatssecretaris V&J en staatssecretaris VWS)’
Dus zullen we nog een weekje moeten wachten. Wél kwam ‘Vastgoedmarkt’, ‘Het medium voor de vastgoedprofessional’, vandaag met het bericht ‘Zonnehuizen verkoopt vastgoed’. Dat is deels al bekend; alleen het einde biedt echt nieuws:
‘Zorginstelling Zonnehuizen zal in etappes een deel van haar vastgoed afstoten. De vastgoedportefeuille vertegenwoordigt volgens interim-bestuurder Charles Laurey voldoende waarde om Zonnehuizen weer financieel gezond te maken. “Zonder vastgoed waren we allang failliet.”

De antroposofische instelling voor jeugd-ggz, gehandicaptenzorg en speciaal onderwijs geeft maandelijks twee ton meer uit dan er wordt verdiend. Verkoop van vastgoed is een belangrijk onderdeel van het reddingsplan. De zorginstelling stoot eerst vastgoed af dat niet nodig is voor de zorg. Het gaat om portierswoningen, leegstaande woningen en oude schoolgebouwen. Voor vastgoed dat Zonnehuizen wel voor zorg gebruikt, worden sale-and-leasebacktransacties met kort- en langdurende huurovereenkomsten afgesloten. De verkoop verloopt in samenspraak met het College sanering zorginstellingen. De vastgoedpoot van de Parnassia Bavo Groep (PBG) adviseert Zonnehuizen.

De inschrijving van de eerste negen objecten is al begonnen. Het gaat om verhuurde woonhuizen en wooncomplexen in Zeist en Brummen met een oppervlakte van in totaal ongeveer 3.500 m2. Amgea vastgoedadviseurs begeleidt dit traject.’
Voor vandaag heb ik nog een bericht van Edith Willer-Kurtz dat eergisteren op News Network Anthroposophy Limited (NNA) werd geplaatst, ‘Wirklichkeit als dialogischer Prozess’. De daarin genoemde Jost Schieren was een van de sprekers op de MichaëlConferentie 2009 van de Vereniging van vrijescholen, zoals op 6 januari 2010 in ‘Werkplaats’ weergegeven. Hier in Alfter was een andere spreker uitgenodigd, een die we afgelopen zondag ook al tegenkwamen in Nationaal-socialisme’:
‘Bodo von Plato zur Entstehungsgeschichte der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft – Ringvorlesung aus Anlass des Steiner-Jubiläums

“Das Goetheanum – Die Freie Hochschule als geistig-sozialer Raum” war Thema eines Vortrags von Bodo von Plato, Vorstandsmitglied der Anthroposophischen Gesellschaft, in der Alanus Hochschule in Alfter. Rund 200 Zuhörer waren zu der Veranstaltung gekommen, die im Rahmen der Ringvorlesung zum Rudolf-Steiner-Jubiläum stattfand und zu der Prof. Jost Schieren begrüßte.

Die Ringvorlesung hat das Ziel, die einzelnen gesellschaftlichen und kulturellen Impulse darzustellen, die von Rudolf Steiner in den unterschiedlichen Praxisfeldern initiiert worden sind. Gleichzeitig thematisiert sie in einem wissenschaftlichen Diskurs deren Verankerung in der Anthroposophie. Seit fünf Jahren besteht ein gemeinsames Forschungskolloquium der Alanus Hochschule mit der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft in Dornach.

Bodo von Plato begann die Entstehungsgeschichte der Hochschule für Geisteswissenschaft damit, dass Steiner der Frage nach gegangen sei, wie Architektur aussehen müsse, die für den Menschen gebaut sei. Die Hochschulidee habe Rudolf Steiner von Anfang an beim Bau des Goetheanums verfolgt. Keine Hochschule in Konkurrenz zu bestehenden sollte entstehen, eine menschliche Hochschule, die ergänze. Entstehung und Entwicklung allerdings gingen in mehreren Schritten, was sich einerseits an der Biographie Steiners beschreiben lasse und sich auch am Gebäude zeige.

Ein reiner Kubus im Osten, eine bewegte Form in der Mitte und eine stark durchgestaltete geformte Architektur, die zur Skulptur wird zum Westen hin bilde das Goetheanum. Zuerst aber habe Steiner Emotionen des Menschen wecken wollen bis hin zu der Frage: “Was ist der Mensch eigentlich als Mensch?”

Als fundamentalen Ausgangspunkt und Orientierung Steiners schilderte von Plato den folgenden Gedanken: Die Wirklichkeit die uns umgibt, die wir wahrnehmen, ist nicht die wahre Gestalt der Wirklichkeit, sondern als erkennende Menschen schaffen wir Wirklichkeit. Wir machen das, was uns begegnet, zu dem, was das Ich daraus gestaltet. Biographie, Kriterien dessen, was man schon kennengelernt hat, spielten dabei eine Rolle. So habe jeder seine eigene Wirklichkeitskonstituierung mit einem schöpferischen Anteil und auch mit der damit verbundenen Verantwortung. Von Plato wies an dieser Stelle darauf hin, dass Moralität und Erkenntnis ein Stück näher zusammenrückten.

Diese eigene Konstitutionierung der Erkenntnis für den einzelnen Menschen sei ein notwendiger Ausgangspunkt für die Hochschulidee gewesen. Steiner habe die Welt nicht als gegeben angesehen, den Menschen habe er nicht als Rezipienten betrachtet.

Zu Steiners Erkenntnisphänomen gehöre damit die Entdeckung, dass Wirklichkeit ein dialogischer Prozess sei, also immer ein relatives Geschehen. Die Anschauung der Wirklichkeit, die der Mensch für wirklich erachte, müsse von Zeit zu Zeit neu als Gegenstand der Frage betrachtet werden. Die Grundstruktur aber tauche nur leise auf, erst in der Summe werde Entwicklung wahrnehmbar in der Biographie.

Menschen, die anfangen, sich selbst zu erziehen, an sich zu arbeiten, würden einen Dialog mit sich selbst als Kultur entwickeln. Die erste Folge dessen sei meistens nicht, dass jemand “besser” werde, sondern vielmehr zeigten sich eher seine problematischen Seiten, Defizite und Unfähigkeiten. Beobachte man den alltäglichen Umgang mit sich selbst, habe das ein System. Es stelle sich die Frage, ob man Freude daran finden könne, was man selbst erkannt und entschieden habe mit Verantwortung, ob man selbst handle nach eigener Entscheidung oder ob man seine Lebensthemen regeln lasse z.B. von Psychologen oder Priestern.

So könne man sagen, es sei ein gutes Zeichen, wenn eine Gesellschaft, die an sich arbeite und nach Erkenntnissen suche, konfliktreicher lebe.

Mit Konsequenz begründe man eine Kultur mit sich selbst. Daraus erwachse, wie auch bei Steiners Erkenntnisbegriff tiefer Respekt und hohe Wertschätzung vor dem Ich des Menschen. Die geistige Kultur begründe sich. Das sei eine andere Dimension als die, die jetzt in Erscheinung trete. Ein höheres Ich als das Ich, das ich kenne, mache sich bemerkbar und zeige auf, was die geistige Kultur ausmache.

Der Mensch bemerke, dass das mit ihm zu tun habe. Er gehe andere, intensivere und nachhaltigere Verbindungen ein. Reflektiert und geordnet träten Innerlichkeit und Außenwelt näher zusammen, Leben werde schöpferischer, künstlerischer, gestaltend. In Steiners Leben wurde durch diese Entwicklung etwas sichtbar, was zuvor verborgen gewesen sei. Er habe begonnen zu gestalteten, habe Kontakt mit Künstlern aufgenommen, gedichtet, Mysteriendramen seien entstanden, erläuterte von Plato.

Wenn es stimme, so beschreibt von Plato den Entwicklungsweg Steiners, dass der Mensch durch seine Tat Wirklichkeit schaffend wirke, so mussten Initiativen auf vielen Gebieten Neues schaffen. Verschiedene Menschen kamen auf Steiner zu, neue Kulturinitiativen seien nach der Hochschulgründung aufgetreten, wie wir sie heute kennen: Medizin, Pädagogik, Landwirtschaft und Kunst – letztendlich Anwendungsgebiete der allgemeinen Menschenkunde.

Elf Sektionen bilden heute die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft in Dornach. Die eigentliche Praxis liege in der sogenannten Esoterik, d.h. im Dialog vom Ich zum Ich und zu anderen Ichen. Jeder Mensch könne heute seinen inneren Weg beschreiten, betonte von Plato. Man denke nicht nur über Dinge nach, sondern beginne etwas zu tun. Eine Übung dazu sei, die Summe der Vorstellungen ständig zu vermehren: Neue Vorstellungen zu formen, neue Kombinationen dessen, was man wahrnehme. Keinen Tag ohne neue Vorstellung, forderte von Plato auf. Erkenntnisse sollten allerdings nie durch Wünsche oder Neigungen gestört werden.

Bodo von Plato zeichnete abschließend drei entscheidende Gegenentwürfe zur Hochschule: Dogmatismus, fehlende Kooperation und politisches Bestreben im negativen Sinn. Die Hochschule sei undogmatisch, weil sie ständig in Bewegung und schöpferisch sei. Sektierertum bedeute, abgeschlossen sein zu wollen von der übrigen Welt, wenn keine Kooperation, kein Zusammenwirken mit anderen stattfänden. Bei der Hochschule am Goetheanum sei dies aber nicht der Fall, sie befinde sich in ständigem Austausch. Politisches Bestreben in negativem Sinne hieße, etwas durchsetzen zu wollen. Es gäbe Engagement, da wo es nötig sei nach anthroposophischen Gesichtspunkten. Dogmatismus, Sektierertum und politisches Streben seien Verzerrungen, die sich der geistig-sozialen Hochschulidee Steiners als Herausforderungen an die Seite stellten. Durch diese Gegenentwürfe könne aber auch deutlich werden, was Anthroposophie sein will.

Die nächsten Themen im Rahmen der Ringvorlesung sind:

Der Bau wird Mensch – Architektur als Mitwirkende auf allen Lebensfeldern. Prof. Nikolaus von Kaiserberg / Alanus Hochschule am 16.11.2011 / 19.15 Uhr

Die politische Dimension der Anthroposophie: Neugestaltung des Rechtslebens – Für Freiheit, Demokratie und Solidarität. Gerald Häfner//Mitglied des Europäischen Parlaments am Do 17.11.2011 / 19.15 Uhr (als Terminverschiebung)

Die hebben dus alle twee al plaatsgevonden. Goed dat er hier van een eerdere een verslag verschijnt.
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(Hilversum, 1960) – – Vanaf 2016 hoofdredacteur van ‘Motief, antroposofie in Nederland’, uitgave van de Antroposofische Vereniging in Nederland (redacteur 1999-2005 en 2014-2015) – – Vanaf 2016 redacteur van Antroposofie Magazine – – Vanaf 2007 redacteur van de Stichting Rudolf Steiner Vertalingen, die de Werken en voordrachten van Rudolf Steiner in het Nederlands uitgeeft – – 2012-2014 bestuurslid van de Antroposofische Vereniging in Nederland – – 2009-2013 redacteur van ‘De Digitale Verbreding’, het door de Nederlandse Vereniging van Antroposofische Zorgaanbieders (NVAZ) uitgegeven online tijdschrift – – 2010-2012 lid hoofdredactie van ‘Stroom’, het kwartaaltijdschrift van Antroposana, de landelijke patiëntenvereniging voor antroposofische gezondheidszorg – – 1995-2006 redacteur van het ‘Tijdschrift voor Antroposofische Geneeskunst’ – – 1989-2001 redacteur van ‘de Sampo’, het tijdschrift voor heilpedagogie en sociaaltherapie, uitgegeven door het Heilpedagogisch Verbond

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