Bedoeld is: antroposofie in de media. Maar ook: in de persbak van de wijngaard, met voeten getreden. Want antroposofie verwacht uitgewrongen te worden om tot haar werkelijke vrucht door te dringen. Deze weblog proeft de in de media verschijnende antroposofie op haar, veelal heerlijke, smaak, maar laat problemen en controverses niet onbesproken.

donderdag 1 maart 2012

Ziekte


Dat Sergej Prokofieff ziek is, hebben we al eerder uit terloopse opmerkingen kunnen opmaken, vooral in het ledenorgaan van de Duitse Antroposofische Vereniging. Zoals hier gedocumenteerd in ‘Kerntaak’ op 26 december 2011. Helemaal in Amerika, op het Yahoo discussieforum ‘Anthroposophy Tomorrow’, vond ik onder zondag 26 juni 2011 dit bericht ingezonden door Frank Thomas Smith:
‘Mitteilung von Sergej Prokofieff.

Aufgrund meiner gesundheitlichen Verfassung musste ich seit der diesjhärigen Jahresversammlung von meinen Tätigkeiten am Goetheanum Abstand nehmen. Deshalb bin ich auch an den Sitzungen und Clausuren von Vorstand und Hochschulkollegium nicht beteiligt. Über den weiteren Verlauf der Dinge werde ich die Mitglieder rechtzeitig informieren. Ausserdem möchte ich um Verständnis dafür bitten, dass ich die Briefe, Emails und Mitteilungen, die ich in dieser Zeit erhalte, leider nicht beantworten kann.
Sergeij Prokofieff

Message from Sergei Prokofieff:
“Due to health problems I was obliged to distance myself from my activities at the Goetheanum. Therefore I am also not participating in meetings of the Vorstand and School for Spiritual Science. I will inform members of the situation as it progresses in the future. Furthermore I request understanding for not being able to answer letters, Emails and notices which I am receiving during this time.
Sergei Prokofieff”’
En dat terwijl hij net vorig jaar op de jaarvergadering van de Algemene Antroposofische Vereniging (AAG: Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft) tijdens een tumultueze bijeenkomst voor een periode van zeven jaar was herkozen, nadat eerst een motie van wantrouwen tegen het zittende bestuur was verworpen (zie ‘Liveblog’ en ‘Petitie’ op 16 en 18 april 2011). Prokofieff werd door de toenmalige voorzitter Manfred Schmidt-Brabant (sinds zijn verscheiden op 11 februari 2001 is de functie van voorzitter in de AAV niet meer bezet) als een van de drie nieuwe kandidaat-bestuursleden aangekondigd, zoals ik op 9 december 2010 in ‘Tongue-in-cheek’ aanhaalde:
‘Viele Beteiligte erinnern sich daran, als Manfred Schmidt-Brabant auf der Michaeli-Konferenz 2000 drei neue Mitglieder des Vorstandes ankündigte: Cornelius Pietzner, Bodo von Plato und Sergej Prokofieff.’
Nu nadert er weer een jaarvergadering van de Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft, die sinds maandag 27 februari keurig wordt aangekondigd op de website van het Goetheanum in ‘Einladung zur Jahrestagung und Generalversammlung’:
‘Am Freitag, den 30. bis Samstag, den 31. März findet am Goetheanum die Jahrestagung sowie die Generalversammlung statt.’
Hierbij is ook een pdf-document ‘Jahresversammlung-2012.pdf’ beschikbaar gesteld, een ‘Einladung’ (uitnodiging) van 8 bladzijden, gedateerd 17 februari 2012. En daarin vinden we op bladzijde 3 een persoonlijk schrijven van Sergej Prokofieff, gericht aan de ‘Liebe Mitglieder der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft’:
‘Hiermit möchte ich Sie – wie bei der letzten Mitteilung angekündigt – darüber informieren, dass sich mein Gesundheitszustand zwar wesentlich verbessert hat, ich jedoch vorläufig noch krankgeschrieben bleibe. Danach plane ich, wie mit meinen Vorstandskollegen vereinbart, eine Auszeit zu nehmen, und zwar voraussichtlich bis zur Generalversammlung 2013.

Diese Zeit möchte ich nutzen, um die neue Situation, die in meinem Leben durch die Erkrankung eingetreten ist, zu bedenken und mich einigen schriftstellerischen Vorhaben zu widmen, die in den letzten Jahren wegen groβer Arbeitsüberlastung liegen geblieben sind.

So kann ich mich in dieser Zeit nicht an der laufenden Tätigkeit des Vorstands und des Hochschulkollegiums beteiligen. Auch werde ich keine anderen Aufgaben am Goetheanum wahrnehmen als die Verantwortung für das Feiern des jeweiligen Geburts- und Todestages Rudolf Steiners.

Von ganzem Herzen möchte ich mich bei allen Mitgliedern bedanken, die mir im vergangenen Jahr mit ihren unterstützenden und helfenden Gedanken in der Auseinandersetzung mit meiner Krankheit sehr geholfen haben. Viele Briefe und mündliche Mitteillungen, die aus der ganzen Welt zu mir kamen, haben mich nicht nur sehr berührt, sondern mir auch die innere Kraft gegeben, die mir auferlegte Lebensprüfung zu bestehen.’
De overige vijf bladzijden worden besteed aan enkele moties waarover de leden moeten stemmen. Deze moties betreffen hetzelfde onderwerp als op de jaarvergadering vorig jaar, zoals weergegeven in ‘Rozenkruisers’ op 9 maart 2011. Het gaat om de verhouding tussen de Antroposofische Vereniging en Weleda; die is nogal gecompliceerd. Weleda kwam onlangs hier nog ter sprake inzake de meest recente ontwikkelingen, in ‘Marktleider’ op 5 februari. De inhoud nu van deze ‘Anträge an die Generalversammlung 2012 der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft’ is als volgt:
‘Antrag 1

Anträge zur Rettung der anthroposophischen Heilmittel und der Weleda AG

Antrag 1.1

1) Die Generalversammlung als oberstes Organ des Vereins ‹Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft› gemäß Artikel 64, Absatz 1, des Schweizerischen Zivilgesetzbuches erinnert den Vorstand an den verbindlichen Auftrag der ordentlichen Generalversammlung vom 16. April 2011, eine außerordentliche Generalversammlung zur Eigentümerverantwortung der Allgemeine Anthroposophischen Gesellschaft einzuberufen.

2) Die an der Generalversammlung anwesenden Mitglieder erneuern diesen Auftrag und bekräftigen ihn ausdrücklich als verbindlich, gemäß § 8 der Statuten (Rechtsgleichheit der Mitglieder):

3) «Die Generalversammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft beauftragt den Vorstand, eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen. Diese soll sich ausschließlich mit der Eigentümerverantwortung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft an der Weleda AG und den damit verbundenen materiellen und immateriellen Vermögensanteilen befassen, im Hinblick auf die Sicherung der in ihrem Fortbestand gefährdeten anthroposophischen Heilmittel. Diese Versammlung soll gemäß § 10 der Prinzipien und § 7, Absatz 2, der Statuten einberufen werden.»

4) Da das Vermögen der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft betroffen ist, liegt entsprechend dem Sinn der §§ 8 und 16 ihrer Statuten die Verantwortung für das Vereinsvermögen bei der Mitgliedschaft, was entsprechende Unterrichtung, Beratung und rechtsgültige Beschlüsse einer Generalversammlung erfordert und nicht vom Vorstand allein entschieden werden kann.

5) An dieser außerordentlichen Generalversammlung sollen verbindliche Rahmenbedingungen für die Ausübung der Eigentümerverantwortung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft für ihre Anteile an der Weleda AG erörtert und beschlossen werden.

6) Die Generalversammlung ermutigt und beauftragt den Vorstand, diese außerordentliche Generalversammlung vor der nächsten Aktionärsversammlung der Weleda AG für Samstag, den 19. Mai 2012, einzuberufen.

7) Anträge dazu können von den Mitgliedern bis zum 19. April 2012 eingebracht und so der Mitgliedschaft mit der fristgerechten Einladung durch den Vorstand bekannt gemacht werden.

8) Falls der Vorstand diesen Auftrag nicht annehmen will oder nicht für verbindlich hält, soll er dies der Generalversammlung und allen Mitgliedern schriftlich mitteilen. Für diesen Fall beschließt die Generalversammlung, dass alle Mitglieder der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft über die Wochenschrift und die Publikationsorgane der Landesgesellschaften persönlich und schriftlich oder per Email eingeladen werden, bis zum 19. April 2012 die folgende Frage schriftlich oder per E-Mail zu beantworten: «Befürworten Sie als Mitglied der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft die Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung, die sich der Eigentümerverantwortung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft für die Weleda AG und die anthroposophischen Heilmittel widmet, um notwendige unternehmerische Rahmenbedingungen für die Sicherung der Heilmittel und eine gedeihliche Entwicklung der Weleda AG zu erörtern und entsprechende Maßnahmen einzuleiten?»

Begründung:

Die Weleda AG befindet sich in einer existenziellen Krise. Am 28. Mai 2011 fand im Goetheanum eine informelle «außerordentliche Mitgliederzusammenkunft» statt. Dabei hatte die Weleda-Führung ausgiebig Gelegenheit, ca. 4 Stunden lang ihre Tätigkeit und Intentionen vor ca. 250 Mitgliedern zu präsentieren – ein scheinbar glänzendes Bild eines mustergültigen und erfolgreich global agierenden Unternehmens. Die Wirklichkeit ist leider das Gegenteil, wie Zahlen und Fakten der Weleda-Jahresberichte zeigen: Seit Jahren wirtschaftet das Unternehmen mit Verlusten, teilweise in zweistelliger Millionenhöhe.[1] Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten von fast 160000000 CHF (einschließlich Rückstellungen), bei einer leicht rückläufigen Bilanzsumme von 257 865000 CHF und stagnierendem bis rückläufigem Jahresumsatz, vor allem im Kosmetikbereich. Während zeitgleich Verwaltungsrat, Gruppenleitung und ihre Funktionen (Marketing, Controlling, Administration etc.) personell und räumlich massiv expandierten, unter Errichtung eines aufwendigen Verwaltungsstandortes in Basel, wurde und wird das Personal der Heilmittelherstellung und in vielen Länderniederlassungen drastisch reduziert und deren überwiegend effiziente und nachhaltige Marktpflege und Entwicklung (Österreich, England, Skandinavien, Deutschland, Schweiz) insbesondere im Heilmittelbereich aufgegeben.

Um des erklärten Unternehmenszieles «Marktführerschaft im Naturkosmetikbereich » willen wird seit zwölf Jahren eine kostendeckende Herstellung der Heilmittel angestrebt, statt sie durch Erträge aus dem Kosmetikbereich zu sichern. Der dadurch ausgelösten Sanierung fielen bislang über 5000 anthroposophische Heilmittel zum Opfer, die Heilmittelherstellung wurde teils zentralisiert, teils ausgelagert, mit teilweise dramatischen Folgen für die Lieferbarkeit vieler einzigartiger Heilmittel. Es ist absehbar, dass das Heilmittelsortiment auf einige wenige Dutzend gut verkäufliche und möglichst wenig herstellungsaufwendige Mittel reduziert oder ganz verschwinden wird.

Die massiven Verluste an Finanzen und Heilmitteln werden jedoch noch übertroffen an Verlusten pharmazeutischer, medizinischer und anthroposophischer Kompetenz und Sachkenntnis und in vielen Bereichen und Standorten durch das teilweise erzwungene Ausscheiden vieler hoch qualifizierter, erfahrener und langjähriger Mitarbeiter insbesondere aus dem Heilmittelbereich.

Die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft hat als Großeigentümer der Weleda
AG nicht nur ein originäres Interesse an einem gesunden und ertragsstarken Unternehmen, sondern eine besondere Verantwortung für die zentralen Aufgabe der Weleda: Die Herstellung und Entwicklung anthroposophischer Heilmittel. Sie ist zudem ihrem Gründer und vor allem den Patienten verpflichtet, über die Erfüllung dieser Aufgabe zu wachen und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen zu ergreifen.

Sollen die Weleda und ihre Heilmittel überleben, ist eine grundlegende strategische und strukturelle Neuorientierung notwendig. Hierfür muss die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft die erforderlichen Rahmenbedingungen schaffen, möglichst gemeinsam mit den anderen Aktionären.

Erläuterung (aus der Begründung des Antrages zur Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung, der am 16. April 2011 von der Generalversammlung angenommen wurde):

Die aktuelle Entwicklung der bisher durch die Weleda AG hergestellten Heilmittel stellt einen gravierenden und grundlegenden Wechsel in der Ausrichtung und Geschäftstätigkeit der Weleda AG dar. Das Goetheanum und seine tragende Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft als verantwortliche Sachwalter des medizinischen Impulses Rudolf Steiners und seiner ärztlichen Mitarbeiterin Ita Wegman sind Haupteigentümer der Weleda AG und müssen diese Entwicklung mit verantworten. Der Vorstand kann die Verantwortung in dieser zentralen Angelegenheit nicht allein tragen und bedarf des ausdrücklichen Rückhaltes durch die Mitgliedschaft.

Die Mitglieder der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft bedürfen in der gegenwärtigen ernsten, für die Zukunft der Weleda AG und somit für die weitere Existenz der Heilmittel entscheidenden Situation umfassender, rückhaltloser und transparenter Aufklärung über die Lage der Heilmittel, die angestrebte Ausrichtung und Entwicklung des Unternehmens sowie die Absichten der Verantwortlichen. Sie müssen Gelegenheit erhalten, sich ein eigenes Urteil zu bilden und statutengemäß per Beschlussfassung die Verantwortung für die weitere Entwicklung des Vermögens der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft zu übernehmen.

Die zeitlich und inhaltlich sehr eingeschränkte Behandlung dieser für das Goetheanum und die gesamte anthroposophische Bewegung äußerst wichtigen Angelegenheiten an zurückliegenden Generalversammlungen mit ihrer Fülle anderer Traktanden hat sich als nicht ausreichend erwiesen.

Deshalb ist die dringliche Einberufung einer außerordentlichen Generalver sammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft erforderlich, die sich ausschließlich mit diesem Thema befasst.

Durch die Entwicklung des Unternehmens sind die Heilmittel der anthroposophischen Therapierichtung in ihrer Existenz bedroht, und mit ihnen das «medizinische System der Anthroposophie» und das «anthroposophische System der Medizin»[2]. Die existenzielle Gefährdung geht von verschiedenen Faktoren aus. Die bedrohlichsten sind:

1. Verschärfung regulatorischer Normen: Im Heilmittelbereich besteht ein starker politischer Wille und administrativer Druck zur Verschärfung und Vereinheitlichung von Vorschriften und regulatorischen Bestimmungen auf europäischer wie nationaler Ebene. Dies betrifft besonders die Komplementärmedizin (KM) und mit ihr die durch Anthroposophie erweiterte Heilkunst. Sie muss sich noch immer des Vorwurfes angeblich mangelnder wissenschaftlicher Evidenz für Wirksamkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit, ja sogar der «Sektenmedizin» erwehren, welcher man auf nationalen wie internationalen Ebenen mit rigiden Vorschriften beikommen will. Diese Anforderungen bedeuten für die Heilmittelhersteller einen gewaltigen menschlichen und finanziellen Aufwand, für den nicht die notwendigen Ressourcen vorhanden sind.

2. Wirtschaftliche Probleme: In der Schweiz, dem Mutterland der durch Anthroposophie erweiterten Medizin (AM) und einzigem Land der Welt, in welchem die KM und somit auch die AM Verfassungsrang besitzt, hat Anfang Januar 2011 der Bundesrat zwar entgegen der Empfehlung der Eidgenössischen Leistungskommission entschieden, KM und somit die AM nochmals in den Leistungskatalog der Grundversicherung aufzunehmen, aber lediglich befristet für sechs Jahre. In dieser Zeit müssen Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit erneut und wissenschaftlich belegt werden, was ebenfalls mit enormem Aufwand und fraglichem Erfolg verbunden ist. In der Schweiz werden die Preise für die kassenzulässigen Heilmittel der Spezialitätenliste behördlich festgelegt. In vielen anderen Ländern müssen Patienten die Heilmittel noch immer vollständig aus eigener Tasche bezahlen. Daher können die Preise nicht dem Wert der Heilmittel entsprechend festgelegt werden und die Kosten für Herstellung und Vertrieb übersteigen den Erlös der Heilmittel bei Weitem. Das große und bewährte Spektrum der insbesondere durch die Weleda AG bislang produzierten Heilmittel kann auch in absehbarer Zeit nicht kostendeckend hergestellt werden.

3. Abschaffung anthroposophischer Heilmittel: Die Heilmittelsparte des ersten und einzigen weltweit präsenten Herstellers anthroposophischer Heilmittel, der Weleda AG,[3]wird von der gegenwärtigen Unternehmensleitung infolge fehlender Rentabilität als «sanierungsbedürftig» bezeichnet und muss – erstmalig seit der Gründung vor 90 Jahren – bis 2014 den ‹turnaround› erreichen, also schwarze Zahlen schreiben. Die eingeleiteten «Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen » sind konventionell und realitätsfern: Der Heilmittelschatz wird zunächst radikal reduziert, die Herstellung des Restes ‹rationalisiert› und weitgehend in Schwäbisch Gmünd konzentriert, die Verantwortung für die Schweizer Heilmittel und ihren Vertrieb wird ebenfalls von dort aus ferngesteuert – weitab von den realen Bedürfnissen der Patienten und ihrer Ärzte sowie der spezifischen Besonderheiten des Schweizer Heilmittelmarktes. Das verbleibende Heilmittelsortiment der Weleda soll künftig größtenteils nicht mehr wie bisher industriell hergestellt werden, sondern nur noch als Apothekenpräparate in ausgewählten Ländern erhältlich sein, mit erheblichen Einschränkungen für weltweite Verbreitung und Vertrieb.

Jedes Heilmittel, das nicht mehr hergestellt wird, verliert binnen zwei Jahren seine Zulassung. Angesichts der enormen politischen und rechtlichen Hürden, welche jeder Neu- oder Wiederzulassung entgegenstehen, sind diese Verluste auf unabsehbare Zeiten irreversibel, was einer definitiven Abschaffung gleichkommt.

Bereits seit etlichen Jahren waren und sind wichtige Heilmittel über lange Zeiträume nicht lieferbar. Dies wird sich infolge der Zentralisierung voraussichtlich verschärfen, bringt Patienten in verzweifelte Situationen und veranlasst ihre Ärzte, die Weleda als unzuverlässigen Partner möglichst zu meiden – was in Deutschland bereits der resignierten Stimmung vieler Ärzte entspricht und den Absatz noch lieferbarer Heilmittel nicht gerade steigert.

Im Sprachgebrauch konventionellen Managements bedeuten ‹Sanieren›, ‹Ausgliedern› und ‹Umstrukturieren› Stufen eines Abwicklungsprozesses, an dessen Ende infolge unerreichbarer Sanierungsziele meist die Liquidation der betroffenen Betriebsteile und zwangsläufig die gewinnbringende Veräußerung rentabler Reste steht.

Wird das gesteckte Sanierungsziel nicht erreicht, werden voraussichtlich entsprechende Maßnahmen folgen und das Ende der Heilmittelherstellung durch die Weleda AG ist absehbar.

Im Gegensatz zu den ersten beiden Faktoren ist für den dritten Faktor die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft (AAG) mitverantwortlich, und somit letztlich ihre Mitglieder. Als eine der beiden Haupteigentümerinnen hält die AAG ca. 22 Prozent des Kapitals und ca. 39 Prozent der Stimmrechte an der Weleda AG und bestimmt über den Verwaltungsrat der Weleda AG Zweck und Ausrichtung des Unternehmens, gemeinsam mit der Ita Wegman Klinik AG (ca. 12 Prozent Kapital-, ca. 40 Prozent Stimmrechtsanteil).

Die erwähnten «Sanierungsmaßnahmen» werden indessen rigoros umgesetzt: Die gesamte Heilmittelsparte wurde unternehmerisch und organisatorisch in eine vollständig von der Körperpflegesparte getrennte «business unit» (Geschäftseinheit) ausgegliedert und das gesamte Unternehmen umstrukturiert. Die Heilmittelherstellung und -entwicklung am Schweizer Mutterstandort Arlesheim wird bis auf die Salbenherstellung abgewickelt und nach Schwäbisch Gmünd verlagert. Dies bedeutet nicht nur den Abbau qualifizierter Arbeitsplätze und den Verlust der anthroposophisch-pharmazeutischen Kompetenz langjähriger erfahrener Mitarbeiter, sondern auch die Abschaffung von Heilmitteln, deren besondere Herstellungsart und Wirksamkeit bei gleicher Bezeichnung nicht wenige deutsche Ärzte schätzten und sie bisher dazu veranlasste, diese Heilmittel für ihre deutschen Patienten in der Schweiz zu besorgen.

Hintergrund der sogenannten «Sanierungsstrategie» ist der seit etwa zehn Jahren forcierte Umbau der Weleda, vom führenden weltweit präsenten Hersteller anthroposophischer Heilmittel, Diätetika und Körperpflegeprodukte hin zur Positionierung als «Naturkosmetik»-Hersteller mit dem erklärten Ziel, gegenüber den auf diesen lukrativen Nischenmarkt drängenden globalen Kosmetikunternehmen konkurrenzfähig zu sein. Das zu diesem Zweck angestrebte Wachstum erfordert zwingend den Einsatz großer finanzieller Ressourcen, welche daher nicht mehr in die Querfinanzierung der Heilmittel fließen dürfen.[4]

Die Streichung vieler wichtiger, wenngleich teilweise selten benötigter Heilmittel bedeutet nicht nur eine unter Umständen gefährliche Beeinträchtigung für die betroffenen Patienten, sondern bedroht auch die Existenz der Anthroposophischen Medizin: Viele therapeutische Konzepte sind nicht mehr oder nur unvollständig zu verwirklichen. Dadurch wird die den Anwendern bekannte und vertraute spezifisch-individuelle Wirksamkeit der Anthroposophischen Medizin und ihre Verbreitung massiv beeinträchtigt.

Die Weleda-Aktien der Anthroposophischen Gesellschaft (AG) wurden von vielen ihrer Mitglieder zu Lebzeiten Rudolf Steiners dem Goetheanum (und auch in den folgenden Jahrzehnten) geschenkt – dieses Opfer war die Voraussetzung für Rudolf Steiner, als Verwaltungsratspräsident der Internationalen Laboratorien AG (ILAG, später umbenannt in Weleda AG) anläßlich der Neubegründung der AAG an Weihnachten 1923/24 dieses Unternehmen aus den illiquiden Unternehmensverbünden «Futurum AG» und «Der Kommende Tag» herauszulösen und es sowie die mit der ILAG verbundene Klinik auf diese Weise vor der drohenden Liquidation zu retten.[5] Anschließend übergab er das Verwaltungsratspräsidium an andere, bildete aber gemeinsam mit Ita Wegman die sogenannte Kontrollstelle, welche eine enge Verbindung zwischen der rein geistigen Richtung des Goetheanum und der kommerziellen Richtung der ILAG gewährleisten sollte.[6] Er verknüpfte auf vielfältige Weise das Schicksal dieser beiden Unternehmungen – unter anderem sollte aus den Gewinnen (!) der Heilmittel Wiederaufbau und Forschungstätigkeit des Goetheanum finanziert werden. Zudem forderte er bereits 1924, dass «[...] der gesamte Heilmittelverkauf in der Welt nicht auf ein Kapital gestellt werde, das aus Anthroposophentaschen herrührt »[7] – eine bis heute nicht einmal ansatzweise angegangene Aufgabe!

Die erwähnte Kontrollstelle ist seit dem Tod Ita Wegmans vakant, ihre aktienrechtliche Funktion seit Jahren an eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft delegiert. Der Vorstand der AAG hat in den vergangenen Jahrzehnten in wechselnder Besetzung versucht, die Verantwortung wahrzunehmen, meist in Abstimmung mit der Leitung der IWK. Dabei bewies er nicht immer eine glückliche Hand, auch die umfassende Information und Beteiligung der Mitglieder der AAG gelang nicht immer reibungslos.

Schicksal und Entwicklung der Heilmittel, der Weleda AG und der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft sind auf vielfältigste Weise und auf das Innigste verknüpft.8 In der gegenwärtigen Situation bedarf es einer klaren und eindeutigen sowie in der Mitgliedschaft breit abgestützten Haltung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft als einem der beiden Haupteigentümer der Weleda AG gegenüber den Miteigentümern.

Die außerordentliche Generalversammlung ist ein wichtiger Schritt hin zu einer eindeutigen und transparenten Eigentümerstrategie, welche gemäß Auftrag und Ziel des Goetheanum dem geistig-wirtschaftlichen Unternehmen Weleda AG eine nachhaltige und menschengemäße Entwicklung ermöglicht.

Arlesheim, 3. Februar 2012

Dr. med. Andreas M. Worel, Selzach u. Arlesheim (CH), Dipl. Ing. Markus Baechi, Dornach (CH), John C. Ermel, Dornach (CH), Dietmar Ferger, Lörrach (DE), Jan Fontein, Dornach (CH), Mathias Forster, Basel (CH), Walter Frischknecht, Worb (CH), Herbert Holliger, Arlesheim (CH), Dr. med. Jenny Josephson, M.D., Forest Row (GB), med. pract. Christiane Karenovics, Dr. med. Thomas Karenovics, Dornach (CH), Dr. med. Andreas Leuenberger, Ascona (CH), Dr. med. Bart Maris, Krefeld (DE), Dr. med. Peer Schleyerbach und Dr. med. Bettina Schleyerbach, Arlesheim (CH), Dr. med. Michael Seefried, Zürich (CH), Dr. med. Luc Vandecasteele, Gent (BE), und viele weitere Mitglieder der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft


Die folgenden Anträge müssen nur behandelt werden, wenn keine außerordentliche Generalversammlung durchgeführt wird. Anderenfalls sind sie automatisch für die außerordentliche Generalversammlung eingebracht.

Antrag 1.2

Die Generalversammlung stellt fest:

Die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft als Trägerin der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft, Goetheanum, ist gemeinsam mit dem Klinisch-Therapeutischen Institut (heute: Ita-Wegman-Klinik AG) verantwortlich für die geistigen und materiellen Grundlagen der Heilmittel und ihrer Herstellung. Als Hauptaktionär des ‹geistig-wirtschaftlichen› Unternehmens Weleda AG ist die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft  (mit etwa 22 Prozent Kapital- und 39 Prozent Stimmrechtsanteil), vertreten durch ihren Vorstand, gemeinsam mit dem Klinisch-Therapeutischen Institut (mit etwa 12,5 Prozent Kapital- und 40 Prozent Stimmrechtsanteil) desgleichen verantwortlich für die unternehmerische Ausrichtung der Weleda AG. Die Generalversammlung will den Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft unterstützen und bestärken, diese Verantwortung aktiv wahrzunehmen. Die Generalversammlung beschließt, dass folgende Anträge an der außerordentlichen Generalversammlung behandelt werden, und beauftragt den Vorstand, die daraus gegebenenfalls folgenden Beschlüsse als Initiativen in die Aktionärsgemeinschaft der Weleda AG einzubringen.

Antrag 1.3

Definition des Unternehmenszwecks:

Die Generalversammlung beschließt, dass die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft den übrigen Aktionären der Weleda AG folgende Formulierung zur Urteilsbildung und Entscheidung vorlegt:

Einzige Zwecke des Unternehmens sind:

a. Die Herstellung und der Vertrieb von Heilmitteln und diätetischen Präparaten nach den Gesichtspunkten und Methoden des durch Dr. Rudolf Steiner und Dr. med. Ita Wegman begründeten medizinischen Systems der Anthroposophie sowie von darauf basierenden Produkten zur Körperpflege.

b. Die Erzielung von Überschüssen nach Maßgabe der unternehmerischen Möglichkeiten zugunsten der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft, Goetheanum, und der mit ihr verbundenen medizinischpharmazeutischen Forschung und Entwicklung.

Begründung:

Der Unternehmenszweck wurde seit Gründung des Unternehmens mehrfach umformuliert, belegbar auf Begehren der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates. Die Folge waren in der Vergangenheit große Fehlinvestitionen, Verluste und Verunsicherung bei Patienten, Ärzten und Kunden. Üblicherweise bestimmen die Eigentümer eines Unternehmens den Unternehmenszweck, welchem der Verwaltungsrat und die von ihm eingesetzte Geschäftsleitung verpflichtet sind. Eine klare und verbindliche Formulierung gibt allen für das Unternehmen Tätigen das Fundament und den erforderlichen Rahmen für ihre Tätigkeit.

Antrag 1.4

Einrichtung einer Verbindungsstelle:

Die Generalversammlung beschließt die Einrichtung einer Verbindungsstelle zwischen Verwaltungsrat der Weleda AG und Goetheanum. Ihre Aufgabe ist eine enge und kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen beiden zur Erfüllung des Unternehmenszweckes. Der hierzu nötige Kontakt zwischen der geistigen Richtung des Goetheanum und der kommerziellen Ausrichtung des Unternehmens wird durch diese Verbindungsstelle gewährleistet. Sie besteht aus drei Angehörigen der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft, die mit dem medizinischen System der Anthroposophie und der Situation der Heilmittel auch in rechtlichen und wirtschaftlichen Beziehungen vertraut sind. Die Mitglieder der Verbindungsstelle können aus der Mitgliedschaft der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft sowie vom Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und dem Verwaltungsrat der Ita-Wegman-Klinik AG vorgeschlagen werden. Sie werden durch die Generalversammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft berufen und sind gegenüber der Generalversammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Ita-Wegman-Klinik AG rechenschaftspflichtig. Ihre Tätigkeit ist ehrenamtlich, aus ihrer Tätigkeit entstehende Sachkosten werden aus einem von der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Ita-Wegman-Klinik AG einzurichtenden Fonds übernommen.

Begründung

Die Verbindungsstelle entspricht der ursprünglich von Rudolf Steiner gemeinsam mit Ita Wegman besetzten ‹Kontrollstelle›, welche eine enge Verbindung zwischen der rein geistigen Richtung des Goetheanum und der kommerziellen Richtung der Weleda gewährleisten sollte.[9] Seit dem Tod Ita Wegmans ist diese Wächterfunktion vakant, ihre aktienrechtliche Funktion (Revisionsstelle) ist seit Langem an eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft delegiert. Mit dieser Verbindungsstelle soll die geistig-praktische Verbindung zwischen Goetheanum und Weleda im Hinblick auf ihre soziale und spirituelle Verantwortung für Mitarbeiter und Kunden vorausschauend im Sinne einer ethischen und nachhaltigen Entwicklung gewährleistet werden.

Antrag 1.5

Besetzung des Verwaltungsrates der Weleda AG:

Die Generalversammlung beschließt: Der Verwaltungsrat der Weleda AG ist verantwortlich für die Realisierung des Unternehmenszwecks. Die Generalversammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft benennt den Präsidenten, das Klinisch-Therapeutische Institut den Vizepräsidenten. Die übrigen Aktionäre, die Internationale Vereinigung anthroposophischer Ärztegesellschaften (IVAA) sowie die Mitarbeiterschaft in Arlesheim, Huningue und Schwäbisch Gmünd benennen je ein weiteres Mitglied des Verwaltungsrats. Der Verwaltungsrat gibt sich und veröffentlicht eine Geschäftsordnung. Die Mitglieder der Verbindungsstelle können an allen Verwaltungsratssitzungen ohne Stimmrecht teilnehmen. Die Honorar- und Spesenbezüge der Verwaltungsratsmitglieder sowie die Beschlüsse des Verwaltungsrats sind zu veröffentlichen.

Begründung

Die Mitglieder des Verwaltungsrats sollen die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens im Sinne des Unternehmenszwecks in enger Zusammenarbeit mit den von ihnen berufenen Geschäftsleitern leiten. Sie sollen dabei die verschiedenen Gesichtspunkte der sie entsendenden Kreise berücksichtigen und in Einklang bringen. Durch die Veröffentlichung der Beschlüsse soll ein Prozess der Transparenz und Nachvollziehbarkeit ermöglicht werden, als wichtiges Element einer zu entwickelnden sozialen Unternehmenskultur.

Antrag 1.6

Entwicklung einer angemessenen Rechtsform und Kapitalbasis: Die Generalversammlung beschließt die Bildung einer Weleda-Kommission. Diese erhält den Auftrag, eine zeitgemäße Rechtsform für die Vermögensanteile an der Weleda AG, zumindest für den Kapital- und Stimmrechtsanteil der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, zu entwickeln. Die Kommission arbeitet unter Berücksichtigung der finanziellen Situation des Goetheanum und des Unternehmens mit den anderen Aktionären der Weleda AG beziehungsweise deren Vertretern und mit dem Verwaltungsrat der Weleda AG zusammen.

Die zu entwickelnde Rechtsform soll

– dem Gründungszweck des Unternehmens gerecht werden und auch in Zukunft die gesicherte Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb der Heilmittel für die nach durch Anthroposophie erweiterte Medizin fragenden Patienten gewährleisten, im Zusammenhang mit den sachkundigen Mitgliedern der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft;

– eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung der Weleda AG als einem weltweit tätigen Unternehmen auf der Grundlage des von Dr. Rudolf Steiner beschriebenen Sozialen Hauptgesetzes ermöglichen;

– finanzielle Transparenz und öffentlich nachvollziehbare Entscheidungsstrukturen aufweisen sowie Kunden und Patienten in geeigneter Form am Wirtschaftskapital der Weleda AG beteiligen;

– die Aktienanteile der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und die Weleda AG insgesamt dauerhaft vor finanziellen Spekulationen und unternehmensfremden Interessen schützen.

Die Entscheidung über diese Rechtsform obliegt der Generalversammlung, soweit sie die Anteile der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft betrifft. Bezüglich der übrigen Anteile entscheidet die Aktionärsversammlung der Weleda AG.

Die Kommission besteht aus mindestens 7, höchstens 13 unternehmerisch-finanzpraktisch, juristisch-politisch und medizinisch-pharmazeutisch sachkundigen Mitgliedern der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, welche mit den Belangen der Weleda AG, der Situation der Anthroposophischen Heilmittel und den Bedürfnissen der Kunden vertraut sein sollen.

Die Mitglieder der Kommission werden durch die Mitglieder der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft bis zum 30. Juli 2012 gewählt, eventuell in einer gesonderten außerordentlichen Generalversammlung oder mittels einer durch das Mitgliedersekretariat der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft zu organisierenden schriftlichen Abstimmung/Briefwahl. Vorschlagsrecht haben gleichermaßen alle Mitglieder der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft.

Die Kommission gibt sich eine Geschäftsordnung und diese den Mitgliedern der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft bekannt.

Die Kommission soll ihren Auftrag möglichst bis zum 12. Februar 2013 erfüllen, indem sie einen entsprechenden Vorschlag zuhanden der Mitgliedschaft vorlegt, über den die ordentliche Generalversammlung am 23. März 2013 beschließen kann.

Begründung

Die Weleda AG bedarf einer entwicklungsfähigen, breiten Kapitalbasis, um für die kommenden Herausforderungen im Heilmittel- und im Körperpflegebereich gleichermaßen gewappnet zu sein. Da beide Haupteigentümer nicht imstande sind, den Kapitalbedarf zu decken, müssen neue Finanzierungsformen entwickelt werden, die zugleich die Weleda stärker mit ihren Kunden und ihren Mitarbeitern verbinden, ohne die geistig-wirtschaftliche Orientierung zu verlieren. Eine Fremdübernahme muss langfristig ausgeschlossen werden, sei es durch Aktienverkauf oder Liquidation eines der Haupteigentümer. Die von der Kommission zu erarbeitende Eigentumsform betrifft zunächst nur die der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft gehörenden Anteile, kann aber durch die anderen Aktionäre übernommen werden. Als Mitglieder der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft können sie zudem in den entsprechenden Beratungen und Erkenntnisprozessen mitwirken.

Arlesheim, 3. Februar 2012

Dr. med. Andreas M. Worel, Selzach u. Arlesheim (CH), Dipl. Ing. Markus Baechi, Dornach (CH), John C. Ermel, Dornach (CH), Dietmar Ferger, Lörrach (DE), Jan Fontein, Dornach (CH), Mathias Forster, Basel (CH), Walter Frischknecht, Worb (CH), Herbert Holliger, Arlesheim (CH), Dr. med. Jenny Josephson, M.D., Forest Row (GB), med. pract. Christiane Karenovics und Dr. med. Thomas Karenovics, Dornach (CH), Dr. med. Andreas Leuenberger, Ascona (CH), Dr. med. Bart Maris, Krefeld (DE), Dr. med. Peer Schleyerbach und Dr. med. Bettina Schleyerbach, Arlesheim (CH), Dr. med. Michael Seefried, Zürich (CH), Dr. med. Luc Vandecasteele, Gent (BE), usw.

[1] 2011 wahrscheinlich deutlich über 10 Millionen.
[2] Rudolf Steiner am 24. Dezember 1923, in: GA 260, S. 51, Dornach 1963.
[3] Die Weleda AG Arlesheim ist eine Aktiengesellschaft nach Schweizerischem Recht mit Hauptsitz in Arlesheim und einer unselbstständigen Tochter in Schwäbisch Gmünd (Deutschland). Daneben besteht die Weleda-Gruppe mit weltweit 17 Mehrheitsbeteiligungen. Insgesamt ist die Weleda in rund 50 Ländern vertreten.
[4] Interview mit Weleda-Verantwortlichen, ‹Goetheanum› Nr. 47/2010, 19. November 2010, S 6f.
[5] Rudolf Steiner: Schreiben an die Futurum-Aktionäre vom 25. Februar 1924, in: GA 260a, S. 441f., Dornach 1966.
[6] Ebda; Versammlungsprotokolle Futurum AG, ILAG, in: GA 260a, S. 473ff.
[7] Ebda; in: GA 260a, S. 527f.
[8] Selg, Peter: Dr. Oskar Schmiedel – Der erste anthroposophische Pharmazeut und Weleda-Direktor, Eine Dokumentation, Arlesheim 2010.
[9] Versammlungsprotokolle Futurum AG, ILAG, in: GA 260a, S. 473ff.
Antrag 2

Es hat in letzter Zeit in Leitungsgremien der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft Überlegungen zur satzungsmäßigen Einführung einer Mitgliedschaft für Institutionen (juristische Personen) in unserer Gesellschaft gegeben. Das würde ihrem Charakter als Gesellschaft von Menschen (natürliche Personen) mit individuell begründeten geistigen Zielsetzungen jedoch widersprechen und ihr Wesen verändern. Wir stellen daher den Antrag, dem entgegenzutreten und durch Beschluss der Generalversammlung klarzustellen, dass dies weder heute noch künftig beschlossen werden soll.

In diesem Sinne möge die Generalversammlung beschließen:

«Die Mitgliedschaft von juristischen Personen – mit vollen oder eingeschränkten Mitgliedschaftsrechten (Fördermitgliedschaft ohne Antrags- und Stimmrecht zum Beispiel) – ist in der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft nicht vorgesehen.»

Begründung:

Der Antrag versteht sich von selbst. Jede Art einer Mitgliedschaft von juristischen Personen stellt einen Weg dar, der deren vielleicht zunächst zurückhaltend formulierten Rechte im Laufe der Zeit ausweiten kann, wenn er grundsätzlich vorgesehen ist. Überlegungen solcher Art sollten zudem langfristig angekündigt und sozialwissenschaftlich wie im Mitgliederkreis entsprechend erörtert werden.

Dr. Benediktus Hardorp, Prof. Götz W. Werner’
Deze tweede motie gaat over een ander onderwerp, en heeft men gelukkig wél kort kunnen houden.
.

3 opmerkingen:

barbara2 zei

lieber michel,
das ist ja mal interessant. hast du eine ahnung woran prokofjeff erkrankt ist? auszeit udn arbeitsüberlastung liest sich fast wie burn out.
und alles zu weleda fand ich auch interessant, dachte die kosmetiksparte boomte noch und wenn 2 jahre nach nicht merh herstellen ein heilmittel seine zulassung verliert, ist das ja dramatisch, was da jetzt quasi weggeworfen wird.

Michel Gastkemper zei

Liebe Barbara,
Nein, ich habe keine Ahnung woran Sergej Prokofieff erkrankt ist.

John Wervenbos zei

Hmm, dus de ziekte van of een combinatie van ziekten bij Prokofjeff speelde reeds in 2012. (Daarvoor dan waarschijnlijk ook al.) Het is toch merkwaardig dat niet onder antroposofen bekend is waar de beste man dan aan lijdt. Burnout, zoals Barbara oppert?

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(Hilversum, 1960) – – Vanaf 2016 hoofdredacteur van ‘Motief, antroposofie in Nederland’, uitgave van de Antroposofische Vereniging in Nederland (redacteur 1999-2005 en 2014-2015) – – Vanaf 2016 redacteur van Antroposofie Magazine – – Vanaf 2007 redacteur van de Stichting Rudolf Steiner Vertalingen, die de Werken en voordrachten van Rudolf Steiner in het Nederlands uitgeeft – – 2012-2014 bestuurslid van de Antroposofische Vereniging in Nederland – – 2009-2013 redacteur van ‘De Digitale Verbreding’, het door de Nederlandse Vereniging van Antroposofische Zorgaanbieders (NVAZ) uitgegeven online tijdschrift – – 2010-2012 lid hoofdredactie van ‘Stroom’, het kwartaaltijdschrift van Antroposana, de landelijke patiëntenvereniging voor antroposofische gezondheidszorg – – 1995-2006 redacteur van het ‘Tijdschrift voor Antroposofische Geneeskunst’ – – 1989-2001 redacteur van ‘de Sampo’, het tijdschrift voor heilpedagogie en sociaaltherapie, uitgegeven door het Heilpedagogisch Verbond

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