Bedoeld is: antroposofie in de media. Maar ook: in de persbak van de wijngaard, met voeten getreden. Want antroposofie verwacht uitgewrongen te worden om tot haar werkelijke vrucht door te dringen. Deze weblog proeft de in de media verschijnende antroposofie op haar, veelal heerlijke, smaak, maar laat problemen en controverses niet onbesproken.

zaterdag 26 februari 2011

Aardbeving

Vergis u niet: dit is de Notre-Dame te Parijs!

En de reis gaat verder; is gisteren weer verder gegaan. Zie ook ‘Op de rails’. De berichten uit de ‘RS 150 – On Air’ waren gestokt, tijdelijk. Inmiddels zijn ze aangevuld. ‘Ein Tag in der Wüste’ bericht daarover (jammer genoeg staat nergens datum en tijd bij, nodig om een bericht goed te kunnen dateren):
‘Ein Tag ohne Netz
Viel gesehen
Viel gehört
Jetzt wieder Netz
Harret aus
Die Pilger werden erzählen’
Dit moet de poëzie van euritmiste Vera Koppehel zijn. Zoals ze in de serie ‘Treffpunkt Steiner • 2’ in ‘Die Drei’ van februari beschrijft: ‘Die Alchemie des Alltags als Kunst der Gegenwart’. In ‘Zugvogelgesang’ heet het dat men ‘unterwegs zur Geburtstagsfeier nach Kraljevic’ is. Maar eerst ‘Autoliebhaber und Strapazen im Clubwagen ‘:
‘“Lieber Schnitzel essen, als Schnitzel denken!” so startet Daniel Porsche seinen Beitrag. Das Zitat stammt von Steiner. Alle Sessel im Clubwagen, der zu unserem Wohnzimmer wird, sind belegt. Der ehemalige Waldorfschüler und ewige Autoliebhaber lockert die Stimmung. Ideale, wie etwa kein Fleisch zu essen, machen keinen Sinn, wenn wir ihnen nicht gewachsen sind. Porsche hat sich als Kind jedenfalls kaum an Vorschriften gehalten. In seinem “großen Buch der Schulstreiche” ist dies detailreich ausgeführt. Sechzig eigens erprobte Streiche stellt er darin vor. Spickzettel im Lampenschirm, verknotete Wolle im Handarbeitsunterricht und Böller in der Kerze. Schüler, so Porsche, wollen ihre Lehrer mit Streichen nicht verärgern, sondern erforschen. Ganz anderer Art die Forschungen von Karl-Dieter Bodack, ebenfalls in Buchform festgehalten. “Anthroposophie ist eine Strapaze”, so seine These, denn sie führt zur Auseinandersetzung mit dem Bösen. Dabei meint er nicht, dass sein Buch alles sagen kann. Freie Seiten geben dem Leser Raum für eigene Ergänzungen...’
Opeens is er deze verrassing, een ‘Weltpremiere’ zelfs:
‘In den Archiven von Budapest ist ein bisher verschollenes Märchen des jungen Rudolf Steiners entdeckt worden. Genannt “Der Ring”, ist es sein erster abgedruckter Text und erschien in der “Karlsburger Wochenschrift” im August 1884. Walter Kugler, Leiter des Rudolf Steiner Archivs, las die unerforschte Geschichte heute erstmalig einer versammelten Zugzeugenschaft vor.’
En dan blijkt het verste reisdoel al bereikt: ‘Donje Kraljevec’. De pelgrimstocht levert helaas geen bewegende beelden, alleen foto’s op Flickr. Maar ook die zijn al mooi. ‘Second day from rs150onair on Flickr’ staat er uitnodigend. Het moet er laat op de dag zijn, met een avondzon tegen een koude hemel; overal zie ik dikke winterjassen. Maar het dorpje en de omgeving van het stationnetje zien er precies zo uit als op oude foto’s, met dezelfde sfeer. En dan... lijk ik opeens de fiets van Steiner te ontwaren! De foto’s zijn niet genummerd, dus ik kan hem niet aanwijzen. U komt hem echter automatisch tegen. Ridzerd van Dijk had hem heel alert al eerder gespot, in zijn bericht ‘Rudolf Steiner – Halve waarheden erger dan hele dwalingen’. Er wordt vrolijk gedanst, muziek gemaakt – het is allemaal op de foto’s te zien. En vanochtend vroeg vinden we dan dit ‘7:55 Uhr – 26. Februar’:
‘Erste Nacht im nebeligen Kroatien überlebt – trotz kaltem Hotelzimmer.
Die Stärke des Kaffees wiegt die Schwäche des Schlafes nicht auf.
In einer halben Stunde wird das Gepäck geshuttelt.
Die Körper müssen sich selbst zum Cakovecer Bahnhof tragen.
Weiterfahrt ins Ungewisse.
Zuvor: Biss ins Brot.’
Geen woord over de datum van 25 februari, en waarom men die dag in Kraljevec moest zijn. Maar dat heb ik vorig jaar al uit de doeken gedaan, op zaterdag 27 februari 2010 in ‘Bijzaak’. Ik las nog een keer het daar genoemde artikel van Günther Aschoff over de juiste geboortedatum van Steiner:
‘Den Forschungsbericht lesen Sie im ‹Goetheanum› Nr. 9/2009 vom 27. Februar oder direkt hier.’
Ik vind dit bij herlezing zeer overtuigend, waar ik dat vorig jaar nog niet helemaal was. Erg leuk is ook de bijdrage van Walter Kugler, hoofd van het Rudolf Steiner Archiv, ‘Wir haben doch nichts zu verbergen. Zum 144. Geburtstag und 80. Todestag von Rudolf Steiner’. Die moet dus al uit 2005 stammen. Bij de recente discussie van de afgelopen dagen met Lieven Debrouwere vind ik dit een zeer toepasselijke standpuntbepaling, regelrecht uit de onverdachte hoek van het antroposofisch centrum in Zwitserland afkomstig:
‘Februar, März, das ist die Hoch-Zeit der Biographen in Sachen Rudolf Steiner, erst der Geburtstag, dann der Todestag. Wie nah doch diese beieinander liegen! Diesmal habe ich mir fest vorgenommen zu sagen, dass Rudolf Steiner in Ungarn geboren wurde, weil andere und «der Andere in mir» früher immer wieder gesagt und geschrieben haben, dass er in Österreich-Ungarn, einem nationalstaatlich geradezu unheimlichen Fusionsgebilde, das es aber 1861 noch gar nicht gab, geboren wurde. Fusionen, das lehrt uns die jüngste Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft, sind eng verwandt mit Konfusionen, oder wie sonst ist es zu erklären, dass man demnächst seitens der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft auch das Bundesgericht zu einer Entscheidung anrufen und damit Klarheit darüber bekommen will, dass eine Fusion zwischen der Anthroposophischen Gesellschaft und dem einstigen Bauverein (der sich um die Errichtung der Goetheanumbauten kümmerte) stattgefunden hat oder eben nicht, also dass eine Fusion, die eigentlich keine ist, doch eine sein könnte oder so ähnlich. Kurzum: Für manche ist eben ohne Gerichte nicht klar, ob die AAG real existierend ist oder nicht. Aber lassen wir doch dieses Wort von der Fusion einfach weg; es passt noch nicht einmal dahin, wo ständig von ihm geredet wird, sei es am Stammtisch, an der Börse oder sonstwo. Schade, dass das Assoziative so wenig Fürsprecher hat.

Diesmal werde ich auch mit aller Deutlichkeit sagen, dass Rudolf Steiner am 27. Februar das Licht der Welt erblickte, aller Widersprüche zum Trotz, die sich aus Interpretationsversuchen anhand der an den entscheidenden Stellen unlesbaren Kopien des Taufscheins oder der Korrespondenz des Fräulein von Bredow (vgl. «Beiträge zur GA» Heft 49/50) oder eben aufgrund unterschiedlicher Schreibweisen von der Hand Rudolf Steiners selbst, ergeben. Als Archivar muss man sich an Fakten halten – ein Wort, das ja bisweilen wie eine Waffe benutzt wird, was es eben nicht immer sehr sympathisch macht. Und diese sagen, daß in allen massgebenden Dokumenten, also in Pässen, Aufenthaltsbewilligungen, Wohnsitzbescheiden oder Leumundszeugnissen, aber auch in Schreiben Rudolf Steiners an die verschiedensten Ämter stets der Tag des 27. Februar angegeben ist. Und für einen Herausgeber gilt ja seit eh und je die eiserne Regel, Werke nach der «Ausgabe letzter Hand» zu edieren und da ist nun massgebend das erste Kapitel aus «Mein Lebensgang», geschrieben Ende 1923: «In Kraljevec bin ich am 27. Februar 1861 geboren.» Das war Rudolf Steiners letzte schriftliche Verlautbarung zu diesem Thema. Aber wir sollten nicht vergessen: auch das, was in den Seelen der Menschen lebt, ist etwas Wirkliches. Und so stehen manchmal Fakten gegen Fakten und weil wir eben Menschen sind, lassen wir uns die Entscheidung nicht nehmen, welchem Faktum wir heute oder morgen den Vorzug geben.

Richtig war aber und wird es immer bleiben, dass Rudolf Steiner österreichischer Staatsangehöriger war – zeitlebens. Die Einbürgerung in der Schweiz war ihm, trotz zahlreicher Fürsprecher, nämlich versagt geblieben. Man sah die Sicherheit des Landes gefährdet wegen «kommunistischer Umtriebe» und der «Unterhöhlung der seelischen Gesundheit durch die Methoden eines skrupellos betriebenen Vampirismus». Und weil die Aushebelung der staatlichen Ordnung ja auch Geld, viel Geld kosten musste, doppelte der Informant der schweizerischen Bundesanwaltschaft gleich tüchtig nach mit der Behauptung, dass «im Areal des Dornacher Baus heimlich Goldschätze aufgehäuft» seien. (Brief von C.A. Bernoulli an die Bundesanwaltschaft vom 13. Mai 1921, Bundesarchiv Bern).

Ich sollte aber auch einmal über Rudolf Steiner den grossen Eingeweihten sprechen, so wie andere Redner es tun. Das hat mir im letzten Jahr ein geduldiger Zuhörer nach einem Vortrag zugeraunt. – Ja, Recht hat er, doch gibt es Worte, die wohnen nur in der Seele. Sie vertragen keinen übertriebenen Luftzug und werden nicht wahrer dadurch, dass man sie immer wieder vor den Zuhörern aufbaut wie gigantische Kulissen einst in Bayreuth. Ich gebe zu, ich habe eine Abneigung gegen Nominalisten, die das Wort «Mysterien» oder «Rosenkreuzer» in einem Absatz so häufig verwenden wie andere Punkte, Kommas und Ausrufezeichen. Da mutiert die Intuition ganz schnell zur Institution. Der Eingeweihte, so versuchte ich es mir aus den Worten Rudolf Steiners heraus zu buchstabieren, hat eine Aufgabe, und die wird auch den mystischsten Atheisten unserer Tage nicht gleichgültig lassen. Dabei geht es um die Vermittlung des Wissens über das, was im Vorgeburtlichen und Nachtodlichen geschieht, und darum, immer wieder daran zu erinnern, dass es eine Unsterblichkeit der Seele gibt. Sprechen wir doch mehr von solchen Aufgaben und von dem was vor und hinter den Grenzen sich bewegt. Kurzum, wir müssen leiser werden mit Worten, ungefähr so wie Gadamer, wenn er den Namen Hölderlin aussprach. Und wir müssen uns nicht weiter dazu zwingen, immer wieder das Innerste nach aussen zu kehren. Nein, wir sollen auch nichts krampfhaft verbergen, denn der Geist der Zeit, so Rudolf Steiner während der Weihnachtstagung, verträgt das äussere Geheimnis nicht, das innere sehr wohl. Nein, wir haben nichts zu verbergen, aber wir müssen immer wieder hindurch durch jenes Nadelöhr des kritischen Bewusstseins, das uns die Frage entgegenhalten wird: warum soll man einem Eingeweihten mehr Glauben schenken als einem Wissenschaftler oder meinem unmittelbaren Gegenüber? Eine solche Frage unter dem Aktenzeichen «Misstrauen» abzulegen, ist ebenso widersinnig wie den Zusammenhang Vertrauen – jemandem trauen, nicht zu erkennen.

Leider wird es immer offensichtlicher: Unser Verhältnis zum Geist der Zeit ist bisweilen sehr gestört. So mancher angesehener Vortragsredner oder Autor aus unseren Kreisen polarisiert da, wo es eigentlich Brücken zu bauen gilt. Die einen, so hört und liest man immer öfter, biedern sich dem Zeitgeist an, während die Wahren unter uns, sich um die Substanz des Esoterischen bemühen. Nein, so grotesk polar ist die Welt nicht geordnet und mit der Wirklichkeit hat eine solche Auffassung schon gar nichts zu tun. Da muss man sich dann auch nicht wundern, wenn viele von denen, die in anthroposophischen Einrichtungen immer nah am Puls der Zeit agieren, all dem, was da an undurchdachter Zeitdiagnostik herüber tönt, mit grosser Skepsis begegnen. Da nützt es auch nicht, den Mitgliederschwund zu betrauern, sondern da braucht es ganz einfach mehr Vertrauen bildende Massnahmen, mehr Klarheit im Denken und vor allem ein Stückchen mehr Liebe, denn Liebe, so hab ich es mal bei meinem Philosophieprofessor gelernt, ist schlicht das Interesse am anderen. Der Feind aber des Esoterischen ist der Selbstzweck.

Rudolf Steiners persönliche Bibliothek mit mehr als 9000 Büchern, die jedem hochkarätigen Gelehrten zur Ehre gereicht hätte, legt Zeugnis ab von seinem Interesse an all dem, was der Geist der Zeit, was der andere zu sagen hat, und er hat dieses Interesse auch nicht verheimlicht, sondern in unzähligen Vorträgen zur Sprache gebracht. Dies seitens der einheimischen Steiner-Interpreten nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen, ist eine Crux sondergleichen, die Ausschliesslichkeit, mit der man seine Sache vertritt, eine andere und das Sprechen in Superlativen eine dritte. Nein, Rudolf Steiners Sprache ist nicht ein Kunstwerk per se – das hätte er auch gar nicht für sich in Anspruch genommen so wenig dies grosse Poeten wie Celan, Mandelstam oder Neruda getan haben, sondern Rudolf Steiners Worte sind eher wundersame Ergebnisse seiner immens anspruchsvollen Übersetzungstätigkeit, sind Botschaften aus dem Urgrund alles Sein, von denen jeder ahnt, dass es so oder ähnlich gewesen war und sein wird. Die Welt des Geistes verfügt nicht über Displays, an denen man alles und jedes wie an einer elektronischen Reklametafel einfach ablesen kann, sondern die geistige Welt äussert sich in diffusen Bildern und Tönen, in Rhythmen und Antirhythmen. Vor allem aber unterliegt sie anderen Gesetzen als den uns Menschen zunächst vertrauten. Und all das in die Sprache des Verstehens zu bringen, ist ein Kraftakt unvorstellbaren Ausmasses. Und all diese Chiffren wären von Rudolf Steiner nicht zu deuten gewesen, wenn er sich nicht unermüdlich durch das, was der Geist der Zeit in Büchern zu melden hat, hindurch gearbeitet hätte. Dass Steiner gehört wurde, seine Worte Gewicht erhielten, ja, wie es seine Weimarer Gesprächspartnerin Gabriele Reuter später in ihrer Biographie vermerkte, er «den Menschen ihre Seele neu geschenkt hat», hat seinen Grund darin, dass er mit seiner Art zu sprechen, in seinen Lesern und Zuhörern vielleicht dieselbe Regung auslöste, wie es sonst nur die Kunst vermag.

Manchmal – und darüber sollte ich wohl auch mal in einem Vortrag sprechen – wird in unseren Kreisen über Theater diskutiert und dann tönt es über den Hügel: Wir wollen nicht so ein Theater wie die da draussen. Aber: Wie macht man es da draussen denn tatsächlich? Dass es himmelhohe Unterschiede zwischen dem Thalia-Theater, dem Theater am Neumarkt und der Schaubühne gibt, weiss jedes Kind. Und selbst innerhalb eines Ensembles gibt es nicht nur ein Gesicht, sondern viele. Die einen verneigen sich vor der Schöpfung, andere zerstören sie.

Vorgeburtliches und Nachtodliches, Engel- und Naturwesen, Wiedergeburt und Karma, sie haben schon längst Einzug gehalten in die Dramaturgie und Choreographie unserer Zeit, mal schrecklich verzerrt, mal in Gestalt einfühlsamer Bilder der Seele. Sie alle brauchen unsere Aufmerksamkeit so wie die bildenden Künstler, unter denen sich die Kosmologen etwa der Gruppe Zero irgendwann dem Diktat Sigmar Polkes beugten «Höhere Wesen befehlen: rechte obere Ecke schwarzes Dreieck malen». Es ist das Auf- und Ab, das Hin- und Her in der Kunst, was ihre Dynamik ausmacht und was uns weiter bringt, wenn wir uns ihr nicht entziehen. Niemand erwartet von uns, dass wir sie nachahmen, aber viele werden nach Dornach reisen, wenn sie sich als Gäste willkommen fühlen. Kunst, so lehrte uns Rilke, ist ein Prozess, bei dem man immer bis ans Ende geht. – Und dort wartet nicht selten der Abgrund. Kunst – und das selbe gilt auch für die Wissenschaft –, ist kein für alle Zeiten festgelegtes System.

Ja, wenn wir als Anthroposophen zusammen sind, dann wird es einem oft ganz warm ums Herz. Die reale Welt da draussen ist dann schnell vergessen und statt leidenschaftlicher Dispute wird es stumm im ach so geliebten Kreis der Stühle, wo das Nebeneinander bisweilen wesentlicher wird als das Gegenüber. Zweifellos, der Alltag vieler ist geprägt von all dem was die Zeit an Möglichkeiten und Unmöglichkeiten zu bieten hat. Doch in den Konferenzen so mancher anthroposophischer Einrichtung, einen Steiner-Zyklus auf den Knien, wird oft mehr verborgen als freigelegt, mehr verschlüsselt als enträtselt. Kein Wunder, dass viele nicht mehr hingehen.

Vielleicht werde ich meine Rede beenden mit einer Impression aus Sils Maria. Dort ist zur Zeit – und noch bis Sommer – im Nietzsche Haus eine Ausstellung des aus Solothurn stammenden, in Wien lebenden und an der Kunstakademie in Düsseldorf lehrenden Künstlers Helmut Federle zu sehen. Unter den Arbeiten gibt es eine, betitelt «anthroposophische Formen» und lese dann im Katalog von Federles Zuneigung zum Goetheanum. Vor kurzem hab ich ihn in Wien getroffen, mit Appenzeller Ring im Ohr und anthroposophischem Kleinod am Finger. So wunderbar ist das Leben gemischt. Mitmischen muss man aber schon selbst.’
Na al deze feestelijkheden ook de ernst en tragiek van het moment. Dan bedoel ik niet Libië, hoewel dat ook goed zou kunnen. Nee, ik denk aan het andere eind van de wereld. Eerste aanleiding zijn de bezoekers van deze weblog, die werkelijk over al ter wereld vandaan kunnen komen. De ingebouwde statistieken en staatjes laten zien uit welke landen ze komen. Ik sta werkelijk versteld als ik daarbij ook, behalve logische toppers als Nederland, België en Duitsland (beide vrijwel gelijk in de 10% van het Nederlandse aantal), de Verenigde Staten vind (daar weer de helft van), en vervolgens naast Zwitserland en het Verenigd Koninkrijk ook Nieuw-Zeeland tegenkom (die alle drie 20% hebben van het aantal van de VS). In hier weer de helft van volgen Frankrijk, Rusland en Oostenrijk. Dit is op basis van alle gedane metingen van pageviews tussen mei 2010 en februari 2011, met een totaal van bijna 75.000. In veel kleinere aantallen, maar nog altijd significant, zie ik daarna ook Zuid-Korea (!), Spanje, Polen, Denemarken, Canada en zelfs Iran staan.

Waar het me nu om gaat, is Nieuw-Zeeland. Vanochtend bericht Hans Klis op de website van NRC Handelsblad over ‘Dodental Christchurch naar 145’:
‘Het aantal slachtoffers van de aardbeving in Nieuw-Zeeland is opgelopen tot 145. Meer dan tweehonderd anderen worden nog vermist, meldt AP. Volgens deskundigen kunnen de opruimwerkzaamheden in het centrum van de getroffen stad Christchurch nog maanden duren.

Op dinsdag trof een aardbeving van 6.3 op de schaal van Richter aan het begin van de middag de stad en richtte een enorme ravage aan. Volgens premier John Key is de aardbeving een van de grootste natuurrampen in Nieuw-Zeeland ooit.

Honderden reddingswerkers zijn ingezet om te zoeken naar overlevenden. Maar er is weinig hoop dat deze nog gevonden worden, sinds woensdagmiddag zijn er geen levenden meer onder het puin vandaan gehaald.

Key liet weten dat de Nieuw-Zeelandse overheid maandag de komst van een financieel noodpakket zal aankondigen voor de ruim vijftigduizend inwoners van de stad die als gevolg van de aardbeving werkloos zijn geworden. In totaal telt Christchurch driehonderdvijftigduizend inwoners.

Aankomende dinsdag worden de slachtoffers herdacht met twee minuten stilte.
Meer beelden van de stad na de aardbeving hier en hier.
Lees hier meer over de aardbeving in Christchurch.’
Verslaggever Henrico Prins van de Volkskrant gaf donderdag een ooggetuigenverslag, met als titel De dag na de aardbeving Het echte probleem zit in de mentale opdoffer, waardoor veel duidelijker wordt wat er zich echt afspeelt:
‘Drie emmertjes water halen. Met de fiets aan de hand loop ik naar de buren, honderd meter verderop. Die hebben een bron in de tuin waarvan we gretig gebruik maken. Even later loop ik terug naar huis, twee klotsende emmers aan het stuur en een grote emmer op de bagagedrager.

Leven in een rampgebied: het is, mits iedereen in je omgeving ongedeerd is gebleven, best te doen. Probleem is dat de alledaagse dingen zo veel tijd kosten, dat je er makkelijk de hele dag zoet mee kunt zijn. Het tochtje naar de buren maak ik wel tien keer op een dag. En dan hebben wij nog de luxe van een bron om de hoek - 80 procent van Christchurch zit sinds de aardbeving van dinsdag zonder water.

Tankwagens

De meeste inwoners moeten zich daarvoor vervoegen bij een van de punten in de stad waar grote tankwagens met drinkwater staan opgesteld. En wie de straat op gaat, krijgt meteen te maken met de grote puzzel die het leven plots geworden is. Je weg zoeken van A naar B is door de vele onbegaanbare wegen een hachelijk avontuur. Eten en drinken kopen is helemaal ingewikkeld: het buurtwinkeltje daarginds heeft nog melk in de aanbieding, de snackbar verkoopt zakken chips, en verder is het vooral een kwestie van niet kieskeurig wezen.

Maar dit zijn stuk voor stuk problemen die, zo kort na de ramp, nog niet echt nijpend zijn. De meesten kunnen wel een tijdje vooruit met de voorraad eten en drinken die iedere Nieuw-Zeelander op overheidsadvies aanhoudt.

Opdoffer

De echte moeilijkheid schuilt deze dagen in de mentale opdoffer die ons allemaal vol heeft geraakt. We waren net opgekrabbeld van de aardbeving van een halfjaar geleden, waarvan de naschokken juist leken te luwen. Dat het patroon zich nu weer zal herhalen, is een nauwelijks te verwerken vooruitzicht.

Het was, in september, ook wat me het meest verbaasde nadat ik voor het eerst van mijn leven een zware aardbeving had meegemaakt. Die naschokken. Natuurlijk, je hoort er weleens van, maar waar lees je dat je er soms honderd per dag op je krijgt afgevuurd, dat ze enorm heftig kunnen zijn en dat het maanden en maanden kan duren voordat ze wegebben? Ze zijn vooral zo vermoeiend omdat je je elke keer weer onverwachts schrap moet zetten: duiken we onder de tafel of blijven we zitten? Onze oudste zoon zei: “Als ze je nou een spoorboekje zouden geven, zo van: de naschokken komen zo en zo laat, dan zou het al naar zijn. Maar dat je nooit weet wanneer ze komen, dat vind ik eigenlijk het ergste van alles.”

Prettig idee

Toen we net naar Nieuw-Zeeland waren verhuisd, ruim anderhalf jaar geleden, merkten we meteen hoe structureel de bevolking in de media aandacht voor het natuurgeweld krijgt bijgebracht. We vonden het een prettig idee dat de kinderen op school worden gedrild. De slogan drop, cover and hold zit er al bij de kleuters ingebakken: duik onder iets stevigs en houd je eraan vast. Onze jongste zoon, die dinsdag in de schoolbibliotheek zat toen de eerste klap kwam, zag om zich heen de lampen van het plafond naar beneden komen. Hij wist precies wat hem te doen stond.

Toch was het een tegenvaller dat we de praktische vertaling van die slogan al zo snel nodig bleken te hebben. Maar het kost ons tot nu toe weinig moeite om de zaken in proportie te blijven zien. We hebben een dak boven ons hoofd, we hebben te eten en uit het stopcontact komt stroom. Zolang de bron bij de buren niet droog staat, maken we ons geen zorgen.’
Ik heb dit er even bij gehaald, omdat zo het volgende bericht van News Network Anthroposophy (NNA), gisteravond door Christian von Arnim geplaatst, ‘“Our little city is in ruins” – one school’s account of coping with the aftermath of the New Zealand earthquake’, zijn volle gewicht krijgt:
‘In the aftermath of the devastating earthquake which hit the New Zealand city of Christchurch on Tuesday, the residents of the city are having to cope with their losses and start to rebuild their lives. International rescue teams are continuing to search for survivors, but Prime Minister John Keys says he believes more than 200 people have died.

Anthroposophical communities, too, have been deeply affected. The Hohepa curative home survived the quake but many demands have been placed on both the co-workers and residents. Colleagues from the two Hohepa Homes in the North Island have been sent to provide relief and support.

For the Christchurch Rudolf Steiner School it has been a traumatic time. This is vividly expressed in an email on behalf of the teachers from the principal of the school, Thomas Proctor, who movingly describes the impact of the earthquake:

“Thank you everyone who has contacted me over the last days. Our little city is in ruins. There is tragedy everywhere that you see both in the news and things that you may never hear. It is so, so awful and fills me with tears that so many people have died, so many have torn amputations, spinal injuries, crushed bodies, weeping spirits and that the whole city is ruined - from every historic building to the most modern. The effects will be decades in rebuilding.

“We personally are OK. My family is OK and we have had damage but minor compared to most.

“School was evacuated at 12.51 on Tuesday. Getting out of my office was like trying to walk on a rocking ship’s deck – grasping for hand rails before being tossed in the other direction. Files were falling, draws flying open. The kids ran to their designated areas. Everyone was accounted for. Children were weeping and hugging. Many of the teachers who were terrified after the last quake were pale and shaking but overcame this to bring calmness to their classes. I am so proud of them all. Most kids jackets were inside. It got colder and, with big quakes every few minutes, their anxiety rose – especially as they saw houses on the hills behind us collapsing.

“Our flash text communication system with every parent was useless as power was gone. We waited and parents slowly and frantically arrived. Some had run from the city centre and brought stories of modern buildings collapsing. Others told of roads broken and water gushing onto the streets, liquefaction creating gaping holes in roads. St Martins supermarket – just over the river – was impossible to get to. The kindergarten children sat with Robyn and Frances and Annalie and Ellen and their helpers. They kept assuring the little Tamariki.

“In the lower school, children sat in their class groups. All our practises for fire drills were so helpful - we had class lists ticked off, barley sugars, blankets and stories. The upper school, who are usually a little frisky about fire drills were superb, contained and supportive of each other.

“We watched quake after quake ripple across the school land, saw cracks like lightening bolts appear in the concrete slabs. We could hear the deep rumble of the next quake seconds before it struck. As I walked around to each class I was so proud of our community of teachers and the increasing number of parents who brought in food, chocolate, bananas, pears, hugs, comfort and assurance.

“Lyttelton was cut off, Sumner and Redcliffs too, and there were reports that Diamond Habour was isolated. Text messages were intermittent. We were looking at evacuating to a welfare centre. But by 5pm most children were gone with someone who was either family or classmate. Parents who had lost their homes set up tents in the field.

“School is now closed. No water, no electricity. We have to wait for a building inspection before we can return. Ironically there was an insurance assessor inspecting damage from the last quake at school as it struck. He was upstairs in the staff workroom and saw all the computers fall to the ground. We don’t know when we will have water without sewerage as the entire infrastructure of the town is cracked. School could be a long time beginning.

“A few Steiner schools have offered to have children and families who want to get out of town. Thank you very, very much for the offers. I am trying to coordinate lists of frightened families (most have no power or water or cell phones or petrol) and places in schools that are available. We are looking at Federation [of Rudolf Steiner Schools in New Zealand] funds assisting this. If your school wants to do something for the earthquake you could raise money for these families or just raise money for Christchurch. The city’s needs will be ongoing for a long, long time. We wonder whether the central city will survive.

“If you aren’t in a position to do this, then pray for Christchurch and its suffering families – thank you very much.

“Another shock has just passed through – its a weird mixture of inner high alert and helplessness. The sense I get is that this is very different from the last quake. Apart from more deaths and more carnage, there is a weariness and exhaustion from months of vigilance and work that is now useless. That resilience to get up and get at it (like digging out the heavy clay liquefaction) is not as strong and is counter to the much talked about indomitable Canterbury spirit. I think we will need long term continual support on many levels to get over this one.”’

1 opmerking:

R. van Dijk zei

Haha, de fiets van Steiner stond er ook weer. Hij was zeker thuis die dag. Wat mooi eigenlijk dat al die mensen naar Kraljevec reizen om het geboortedorp en -huis van Steiner te zien.

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(Hilversum, 1960) – – Vanaf 2016 hoofdredacteur van ‘Motief, antroposofie in Nederland’, uitgave van de Antroposofische Vereniging in Nederland (redacteur 1999-2005 en 2014-2015) – – Vanaf 2016 redacteur van Antroposofie Magazine – – Vanaf 2007 redacteur van de Stichting Rudolf Steiner Vertalingen, die de Werken en voordrachten van Rudolf Steiner in het Nederlands uitgeeft – – 2012-2014 bestuurslid van de Antroposofische Vereniging in Nederland – – 2009-2013 redacteur van ‘De Digitale Verbreding’, het door de Nederlandse Vereniging van Antroposofische Zorgaanbieders (NVAZ) uitgegeven online tijdschrift – – 2010-2012 lid hoofdredactie van ‘Stroom’, het kwartaaltijdschrift van Antroposana, de landelijke patiëntenvereniging voor antroposofische gezondheidszorg – – 1995-2006 redacteur van het ‘Tijdschrift voor Antroposofische Geneeskunst’ – – 1989-2001 redacteur van ‘de Sampo’, het tijdschrift voor heilpedagogie en sociaaltherapie, uitgegeven door het Heilpedagogisch Verbond

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