Bedoeld is: antroposofie in de media. Maar ook: in de persbak van de wijngaard, met voeten getreden. Want antroposofie verwacht uitgewrongen te worden om tot haar werkelijke vrucht door te dringen. Deze weblog proeft de in de media verschijnende antroposofie op haar, veelal heerlijke, smaak, maar laat problemen en controverses niet onbesproken.

vrijdag 28 januari 2011

Driehoek

Een paar nieuwe boeken, waarvan het de moeite is om op te attenderen. Of nog beter, om ze ter hand te nemen en erin te lezen. Misschien verrassend na het uitgebreide relaas op 22 december 2010 in ‘Controvers’, maar waarom ook niet – begin ik met dit nieuwe boek bij Christofoor van Sergej O. Prokofieff, ‘Opdat mensen het horen. Het mysterie van de Kerstconferentie 1923 – 1924 Deel 1’:
‘Wat bedoelde Rudolf Steiner toen hij de Kerstconferentie van 1923 een “wereld-keerpunt der tijden-begin” noemde? Sergej O. Prokofieff leeft al vele jaren met deze vraag en zoekt in dit boek een weg om tot een esoterisch begrip van de Kerstconferentie te komen. Hij belicht verschillende aspecten van deze fundamentele impuls van de antroposofische beweging. Het gaat hierbij vooral om het inzicht vanuit het hart, het begrijpen van de zintuiglijk-bovenzinnelijke realiteit van de Kerstconferentie. Hij neemt als leidraad drie gezichtspunten die door Rudolf Steiner zelf zijn aangegeven: de relatie van de Kerstconferentie tot de ontwikkeling van de mensheid; de innerlijke relatie van elk individu tot de Kerstconferentie; de betekenis ervan voor Rudolf Steiner zelf. Dit is het eerste deel van de driedelige Nederlandse vertaling van “Menschen mögen es hören, das Mysterium der Weihnachtstagung”. Elk deel vormt een afgerond geheel, waardoor de delen ook onafhankelijk van elkaar kunnen worden gelezen.
1e druk, gebonden, 450 blz., € 35,00, ISBN: 9789062388721, Antroposofie’
Dan is er een boek dat al een paar maanden uit is, ‘Lust aufs Lehrersein?! Eine Ermutigung zum (Waldorf)Lehrerberuf’ van Christof Wiechert:
‘In diesem Buch wird die Waldorfpädagogik als eine Pädagogik der offenen Türen dargestellt; keine Lehre, kein ‹Man muss› oder ‹So ist es› sondern, als ein nachvollziehbares Eingehen auf die praktischen und innerlichen Seiten des Schullebens: leicht und gleichsam tiefsinnig.
Wiecherts Betrachtungen gleichen einer Beobachtungsreise. Wir wandern durch zahlreiche pädagogische und soziale Situationen, gehen durch Klassenzimmer, Elternabende, Schülerbesprechungen, Konferenzen und Probleme des Schullebens.

Überall sind Anregungen zur Selbstreflexion und Ansätze für neue Perspektiven zu finden. Der Stil entspricht dem Inhalt; über die Erziehungskunst wird nicht nur gesprochen, sondern diese wird auch praktiziert. Am Ende der Reise fühlt man sich gestärkt, reicher, und die Lust, mit neuem Griff zu unterrichten, wird fast unerträglich.
(aus dem Vorwort von Robert Thomas)
Preis 15,00 €, ISBN 978-3-7235-1389-7, Erschienen 09.2010, Einband kartoniert, Format 17,8 x 11,8, Seiten 192’
Ik kom er eigenlijk op door de bespreking ervan door Christian Boettger in november bij het tijdschrift Erziehungskunst. Niet dat die nou zo bijzonder is, maar geeft wel een wat duidelijker beeld:
‘Ein Vademekum für den Lehrer – ein wunderbares und sehr hilfreiches Buch für Menschen mit einem der schönsten Berufe der Welt.

Christof Wiechert macht aus seiner langjährigen Erfahrung als Waldorflehrer und seiner augenblicklichen Tätigkeit als Leiter der Pädagogischen Sektion am Goetheanum aufmerksam auf die vielfältigen Möglichkeiten, die uns Lehrern geboten werden, durch Aufmerksamkeit und Selbstreflexion neue Perspektiven und Kraftquellen im Schulalltag zu finden. In vierzehn Kapiteln und auf 190 Seiten finden sich die vielfältigen Übungsanregungen Rudolf Steiners angebunden an die ganz konkreten, täglich erlebbaren Situationen in der Schule. In einer leicht lesbaren, heiteren Sprache schafft es Wiechert auch die ernstesten Themen anzusprechen und er macht richtig Lust, den vielleicht angestaubten pädagogischen Alltag ganz neu zu greifen.

Einige Kapitel seien hier aufgelistet, denn sie zeigen direkt in den Überschriften, worum es Wiechert im Kern geht:
– Das Schulhaus oder die Kunst der Aufmerksamkeit
– Das Klassenzimmer oder der Spiegel der Gewohnheiten
– Die Kollegen oder die Tugend der Anerkennung
– Das Lehrerkollegium oder die Kunst des Zuhörens
– Die Eltern oder die Kunst des Interesses
– Etwas über die Quellentexte oder die Tugend der Verehrung
– Der Unterricht oder die Dankbarkeit gegenüber dem Leben

Ich glaube ich kann an dieser Stelle die Besprechung abkürzen, hier ist mit der Salutogenese in Bezug auf den Lehrerberuf konsequent Ernst gemacht: Wenn man sich als einzelner Lehrer auch nur eine der Übungen vornimmt und sich täglich darum bemüht, werden sich ganz neue Kräfte offenbaren. Und wenn man sich als Kollegium dieses Buch als Begleiter im Sinne des vade mecum wenigstens für ein Schuljahr wählt, wird eine ungeahnte Strahlkraft von der Schule ausgehen. Insofern würde ich es am liebsten jedem (Waldorf)-Lehrer auf den Gabentisch legen, denn ich bin davon überzeugt, dass die Strahlkraft der Lehrer unmittelbar den Kindern und Jugendlichen und dann auch ihren Familien und Schulen direkt zugute kommt.’
Het derde boek is van Rudolf Steiner, de herdruk van ‘Geisteswissenschaftliche Menschenkunde’:
‘In diesen Vorträgen schildert Rudolf Steiner das Wesen des Menschen, seine irdische und geistige Natur, aus mehreren Blickpunkten, die jeweils ganz eigene Erkenntnisse zutage fördern. Aus dem Inhalt: Die astralische Welt / Geschichte des physischen Planes und okkulte Geschichte / Über das Wesen des Schmerzes, des Leides, der Lust und der Seligkeit / Über die vier menschlichen Gruppenseelen Löwe, Stier, Adler und Mensch / Das Vergessen / Die Zehn Gebote / Das Wesen der Erbsünde / Über den Rhythmus der menschlichen Leiber.

19 Vorträge, Berlin 1908/1909, Rudolf Steiner Gesamtausgabe, GA 107, Seiten: 355, Leinen, 978-3-7274-1070-3, Rudolf Steiner Verlag, Preis: CHF 68.00 / EUR 48.50’
De bijzonderheid hiervan is dat dit boek, samen met ‘Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie’ (GA 121), alleen nog mocht worden uitgegeven met adequaat redactioneel commentaar op de passages over rassen in deze voordrachten, in 2007 opgelegd door de Duitse ‘Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien’. Waarop overigens meteen het schampere commentaar kwam: sinds wanneer houdt de jeugd zich met zulke literatuur bezig? In mijn reactie op 27 augustus 2010 23:14 bij Volkeren’ op 24 augustus van dat jaar had ik het er hier nog over. Hoe dan ook, nu is het blijkbaar zover. Ik ben benieuwd wat erin staat.

Op 4 januari had ik in ‘Wachtkamer’ de eerste vertelling van Lorenzo Ravagli in het kader van het jubileumjaar 150 jaar Rudolf Steiner in 2011. Dinsdag plaatste hij het tweede deel, ‘Rudolf, oder die Liebe zur Geometrie’. Hij kan mooi vertellen, deze Ravagli:
‘Es muss noch in seiner Zeit in Neudörfl gewesen sein, als Rudolf Steiner um das neunte Lebensjahr herum seine Liebe zur Geometrie entdeckte. Wie wir aus den Erzählungen über seine Kindheit wissen, ließen es weder die freigeistige Atmosphäre seines Elternhauses, noch sein religiöses Umfeld zu, dass er etwas von seinen Erlebnissen mit der anderen Welt verlauten ließ. Sie begegnete ihm sowohl in der Natur als auch in Gestalt von Verstorbenen, die ihn aufsuchten. Der junge Steiner konnte bei wachem Bewusstsein Verstorbene sehen und mit ihnen kommunizieren. Die erfolgreiche amerikanische Fernsehserie »Ghostwisperer«, die Millionen von Zuschauern verfolgen, berichtet aus dem Leben einer Frau, die mit den Geistern Verstorbener spricht. Steiner hatte ähnliche Probleme wie die Hauptfigur in dieser Serie. Er musste seine Erlebnisse für sich behalten, um nicht für verrückt erklärt zu werden. Dieses Verbergen einer inneren Welt ist bis zu seinem 38. Lebensjahr ein bestimmendes Motiv in seinem Leben. Der Zeitgeist und die herrschenden Auffassungen ließen es nicht zu, dass er von jener anderen Welt berichtete, die für ihn so selbstverständlich war, wie für seine Mitmenschen der Berufsalltag.

Deshalb suchte Steiner schon als Jugendlicher nach argumentativen Rechtfertigungen für seine Erlebnisse. Eine solche fand er in der Geometrie. Die Geometrie ist ein geistiges Erlebnis des Menschen, das er selbst erzeugt und das dennoch auf einer Gesetzmäßigkeit beruht, die unabhängig von ihrem Hervorbringer ist. Diese Gesetzmäßigkeit erlaubt es im Prinzip allen Menschen, dieselben geometrischen Figuren und Gesetze zu denken und ihre Wahrheit anzuerkennen. In der Geometrie fand Steiner ein Gebiet, das die Möglichkeit bewies, in »subjektiven« Erfahrungen objektive und reale geistige Inhalte zu erleben. Dass diese Inhalte real und objektiv sind, bezeugen sie täglich in ihrer Anwendung im Ingenieurswesen, in der Architektur und auf anderen Lebensgebieten. Das machte ihm die Geometrie sympathisch, denn sie ließ es denkmöglich erscheinen, dass jemand in seinem Subjekt eingeschlossene, nur für ihn erfahrbare geistige Erlebnisse hat, und dass diese dennoch objektiv und real sind. Seine eigenen geistigen Erfahrungen mussten also nicht notgedrungen »bloß subjektive« Erlebnisse sein. Eine ähnliche Erfahrung veranlasste später Werner Heisenberg, die Elementarteilchen mit den Ideen Platos zu vergleichen. Aber die Geometrie bewies noch etwas anderes. Wenn ihre Formen und Gesetze objektive geistige Inhalte sind, die man in der sichtbaren Natur nicht findet, dann muss das Subjekt, das sie erfasst, selbst ein geistiges Wesen sein, das unabhängig von der äußeren Natur ist.

Dennoch dauerte es noch gut 15 Jahre, bis Steiner von seinen Erlebnissen zu sprechen anfing. Zuvor arbeitete er sich in die philosophische Literatur seiner Zeit hinein. Er wollte die Paradigmen kennenlernen, von denen sie beherrscht war, um herauszufinden, wo ihre Schwächen und Stärken lagen. Ein Philosoph begegnete ihm immer wieder, auf ihn schien alles zurückzuführen: Immanuel Kant. Manchmal riss er Seiten aus der »Kritik der reinen Vernunft« und legte sie in ein Geschichtsbuch. Wenn dann der langweilige Lehrer seine Geschichtserzählungen herunterbetete, versank Steiner in die verschraubten Bandwurmsätze des Königsberger Philosophen und versuchte, einen Sinn darin zu erkennen. Was er heraus las, war die Überzeugung Kants, der Mensch könne vom Schicksal der Verstorbenen nichts wissen und auch nichts von der Exstenz einer Seele, weil sein Erkennen an die Sinne und das Gehirn gebunden sei, und solche Fragen unter keinen Umständen beantwortbar seien.

Man kann sich vorstellen, wie komisch diese Ansicht einem hellsehenden Menschen erscheinen musste. Wie sollte das nicht erkennbar sein, was er erfuhr? Die Überzeugung Kants teilten aber die meisten Zeitgenossen. Selbst die Vertreter der Kirche waren mehr mit den »Beigaben des Zölibats«, dem magyarischen Patriotismus oder Kopernikus beschäftigt, als dass sie sich um das Schicksal der menschlichen Seele nach dem Tod kümmerten. Konnte Steiner die agnostische Zeitbildung anders als ein gigantisches Gespenst erscheinen, das die abendländische Kultur heimsuchte?

Was Steiner bestimmt noch nicht wusste, als er in Neudörfl zur Schule ging, war, dass er viele Vorläufer und Weggefährten hatte. Erst die akademische Esoterikforschung der letzten 15 Jahre hat gezeigt, dass die andere Welt durch Jahrhunderte, ja Jahrtausende der abendländischen Geschichte manchen Menschen zugänglich war, dass diese Menschen aber systematisch marginalisiert und verfolgt worden sind. Das Abendland, die Moderne, hat sich durch einen »polemischen Diskurs« gegen die Esoterik konstituiert, der bis in die Ketzer- und Heidenverfolgungen der Kirche zurückreicht.

Kommen wir noch einmal zur Geometrie zurück. Was für einen Beweis gibt es, dass die Summe der Innenwinkel in einem Dreieck 180 Grad beträgt? Kann man diesen Beweis sehen? Ist er deswegen nicht real, weil keiner ihn sehen kann? Oder ist er nicht real, weil nur wenige ihn denken? Vermutlich hat nur eine Minderheit der fast sieben Milliarden Menschen auf diesem Planeten schon etwas vom Satz des Pythagoras gehört. Müssen Verstorbene oder Naturgeister irreal sein, nur weil wenige sie wahrnehmen und mit ihnen kommunizieren können? Und wenn sie real sind, was bedeutet es für eine Kultur wie die des Abendlandes, dass sie ihnen keine Beachtung schenkt? »Ihr habt eure Toten vergessen«, riefen die Indianer den Weißen zu, die von ihrem Land Besitz ergriffen. Was ist das für eine Kultur oder Zivilisation, die ihre Ahnen mit Missachtung straft, obwohl sie ständig von ihnen umgeben ist? Das müssen Fragen gewesen sein, die den jungen Steiner umtrieben.’

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(Hilversum, 1960) – – Vanaf 2016 hoofdredacteur van ‘Motief, antroposofie in Nederland’, uitgave van de Antroposofische Vereniging in Nederland (redacteur 1999-2005 en 2014-2015) – – Vanaf 2016 redacteur van Antroposofie Magazine – – Vanaf 2007 redacteur van de Stichting Rudolf Steiner Vertalingen, die de Werken en voordrachten van Rudolf Steiner in het Nederlands uitgeeft – – 2012-2014 bestuurslid van de Antroposofische Vereniging in Nederland – – 2009-2013 redacteur van ‘De Digitale Verbreding’, het door de Nederlandse Vereniging van Antroposofische Zorgaanbieders (NVAZ) uitgegeven online tijdschrift – – 2010-2012 lid hoofdredactie van ‘Stroom’, het kwartaaltijdschrift van Antroposana, de landelijke patiëntenvereniging voor antroposofische gezondheidszorg – – 1995-2006 redacteur van het ‘Tijdschrift voor Antroposofische Geneeskunst’ – – 1989-2001 redacteur van ‘de Sampo’, het tijdschrift voor heilpedagogie en sociaaltherapie, uitgegeven door het Heilpedagogisch Verbond

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